Romantik pur in den Winterkonzerten 2012: Forellenquintett in Engers und Hambach, ein ganzes Wochenende Dvořák stehen bis Mitte Februar auf dem Programm. Fast immer im Mittelpunkt: der Dianasaal von Schloss Engers mit seinem wunderbaren Steinway, das Schmuckstück unter den Konzertsälen der Villa Musica.
Am 11.11.1986 wurde in Mainz die Landesstiftung Villa Musica gegründet – zur “Aus-, Fort- und Weiterbildung junger Musiker”, zur “Veranstaltung von Konzerten” und zur “Förderung der Musik” im Allgemeinen. Was aus diesem einstmals zarten Pflänzchen der rheinland-pfälzischen Kulturpolitik geworden ist, verrät unser Autor Jan-Geert Wolff, Musikkritiker bei der AZ Mainz und unabhängiger Musikjournalist.
Der neue Künstlerische Leiter der Villa Musica stammt aus der Pfalz. In Bad Bergzabern aufgewachsen, hat er seine cellistischen Anfänge in Mannheim absolviert, später bei Martin Ostertag in Karlsruhe studiert, aber auch bei Lynn Harrell in Los Angeles. Die große weite Welt der Musik ist ihm nicht fremd.
Unser Autor Jan-Geert Wolff fragte den Vorstandsvorsitzenden der Villa Musica und Kulturstaatssekretär zu seinen ersten beiden Jahren an der Spitze der Landesstiftung.
2012 werden Schloss und Saal 250 Jahre alt. Die Patina eines Vierteljahrhunderts liegt auf dem Stuck und den Fresken von Januarius Zick. Doch gerade dies schätzen Besucher an dem Rokoko-Juwel mit Blick auf den Rhein besonders: das Authentische eines Orts der Musen, der nie zu Tode renoviert, nie bis ins Letzte herausgeputzt wurde, sondern lebt – durch und für die Musik.
Es war ein großer Abend: 11 Spitzenkünstler der Klassik auf dem Podium, 120 Minuten Musik, meisterlich moderiert von Sabine Fallenstein, 800 begeisterte Zuhörerinnen und Zuhörer. Unser Autor Jan-Geert Wolff fasst seine Impressionen vom Jubiläumskonzert am Freitag in Mainz zusammen.