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Lauschen auf Bach: 100 Zuhörerinnen und Zuhörer folgten gebannt dem Cellobogen von Alexander Hülshoff, wie er über die Saiten seines Grancino-Cellos von 1691 glitt. Der Künstlerische Direktor der Villa Musica spielte Bachs 6. Cellosuite prachtvoll und majestätisch.

Bach im Alten Dom

Wie vor einem Jahr: Bachs Chaconne zog das Publikum in der Mainzer Johanniskirche unweigerlich in ihren Bann.

Cellosuite und Violinpartita

Ergriffen lauschten 100 Kammermusik-Enthusiast(inn)en einem bewegenden Bach-Konzert: Alexander Hülshoff, der Künstlerische Direktor der Villa Musica, spielte souverän, sonor, suggestiv die sechste Cellosuite in D-Dur, BWV 1012 – als höfische Musik par excellence zwischen den brillanten Aufschwüngen des Präludiums und den Jagdfanfaren der Gigue. Ganz geistlich und vergeistigt nahm die junge englische Geigerin Louisa Staples danach die d-Moll-Partia mit der großen Chaconne, BWV 1004. Ihr brillantes Spiel auf einer italienischen Meistergeige von Lorenzo Storioni (Cremona 1774) faszinierte schon per se: auswendig und ohne einen Anflug von Schwäche. Noch mehr bezauberte sie das Publikum durch den großen Bogen der Chaconne – ganz leise und verinnerlicht zu Beginn. in der Mitte immer wieder auftrumpfend und zum großen Bogen sich aufschwingend, mit großen Spannungspausen zwischen den Abschnitten. Dekan Andreas Klodt vom Evangelischen Dekanat Mainz begrüßte und nahm sich die ganze Bachstunde Zeit, obwohl er mit Gottesdienst-Vorbereitungen für den 3. Oktober in Erfurt beschäftigt war. Begeisterter Applaus.

Samstag, 17.9., 19 Uhr - Bach im Alten Dom
Louisa Staples, Violine – Alexander Hülshoff, Violoncello
Bach: Partia seconda d-Moll, BWV 1004 - Cellosuite Nr. 6 D-Dur, BWV 1012