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Vier Bläser und ihr glückliches Publikum im neuen Museum auf Burg Rheinfels: Klarinetten-Dozent Irvin Venys aus Prag mit Flötistin Zofia Neugebauer, Oboist Kilian Debus und Fagottist Adam Pisek (Foto: Barbara Harnischfeger).

Burgenklassik: Rheinfels

Barbara Harnischfeger ist die Seele der Burgenklassik: immer präsent, immer eloquent und auf allen Podien mit dabei – auch Freitagabend beim Bläserabend auf Burg Rheinfels.

Neues Museum für die Musik

Ortsbürgermeister Falko Hönisch aus St. Goarshausen begrüßte beim Burgenklassik-Konzert am 20. Mai im gerade erst eröffneten Museum auf Burg Rheinfels. Der renommierte Bariton und erfahrene Konzert-Veranstalter freute sich schon im Vorfeld auf das erste Villa Musica-Gastspiel im wohlklingenden Museum: „Ein wunderbar klingender Saal – kein Vergleich mit dem Hansensaal der letzten Jahre.“ Unter gotischen Gewölben zwischen den Exponaten des Museums konnte das Burgenklassik-Publikum besonders erwartungsvoll Platz nehmen. Wie immer wurde es von Barbara Harnischfeger im Namen von Freunde der Villa Musica in Empfang genommen. Ihr Resümee des Abends: „Angenehm warmer Raum. Akustik ungedämpft. Regen während des Konzertes, in der Pause und hinterher frische saubere Luft.“

Bläser*innen aus Tschechien, Polen und Deutschland 

Zu hören waren vier exquisite Bläser, die in Trios auftraten: Der Prager Klarinettist Irvin Venyš spielte Bachs erste Orgeltriosonate mit unserer polnischen Flötenstipendiatin Zofia Neugebauer und dem tschechischen Fagottisten Adam Pišek. In Vivaldis Concerto RV 103 konzertierten Flötistin und Fagottist mit dem meisterlichen Solo-Oboisten der Nordwestdeutschen Philharmonie, Kilian Debus. Beethovens Variationen über „Reich mir die Hand, mein Leben“ von Mozart vereinten Oboe, Klarinette und Fagott zum „Trio d'anches“. In dieser Besetzung waren auch ein Trio des Ostböhmen Johann Stamitz und das launige Divertissement des Pragers Erwin Schulhoff zu hören. Außer der Burgenklassik setzte dieses Konzert noch ein weiteres Kapitel im Programm der Villa Musica fort: die äußerst lebendige Kooperation mit Mittelböhmen und der Tschechischen Kammermusikakademie. Von dort kamen der Klarinettendozent und der Fagottstipendiat, und natürlich brachten sie böhmische Musik mit. Das Schulhoff-Divertissement diente als wahrhaft vergnügliches Finale im Zeitgeist der „Goldenen Zwanziger“ inklusive Charleston. Das Solistenquartett sorgte für einen unterhaltsamen Mai-Abend der frischen Bläserklänge in einem besonders schönen, neuen Raum der Burgenklassik. Dank an St. Goarshausen und seinen Ortsbürgermeister!

Burgenklassik-Finale

Zwei der vier Bläser von der Rheinfels kann man bei den letzten beiden Konzerten der Burgenklassik noch einmal erleben – in Meisterwerken von Mozart: Kilian Debus spielt das Oboenquartett am Samstagabend auf Burg Maus, Irvin Venyš das wundervolle, späte Klarinettenquintett am Sonntagabend auf der Festung Ehrenbreitstein. In beiden Konzerten sorgt das vorzügliche Kukal Quartett aus Prag für die edlen Streicherklänge und gibt traumhaft schöne Romantik von Schubert und Dvořák hinzu. Plätze sind noch vorhanden.

Samstag, 21.5., 18 Uhr – Mozart & Schubert auf Burg Maus
Kukal Quartett (Prag) | Kilian Debus, Oboe | Mischa Mayer, Violoncello
Mozart: Oboenquartett F-Dur, KV 370
Schubert: Streichquintett C-Dur, D 956

Sonntag, 22.5., 18 Uhr – Finale auf der Festung Ehrenbreitstein
Irvin Venyš, Klarinette | Kukal Quartett (Prag)
Mozart: Klarinettenquintett A-Dur, KV 581
Dvořák: Streichquartett G-Dur, op. 106