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Im Süden und Norden Italiens zuhause: Marco Schiavo aus Avellino bei Neapel und Sergio Marchegiani aus Alessandria in Piemont, das renommierteste Klavierduo Italiens (Foto: Giulia Sirolli).

Klavierherbst Schloss Engers

Wenn die Blätter fallen, wird es höchste Zeit für stimmungsvolle Klaviermusik: Der Dianasaal in Schloss Engers mit seinem Steinway Grand Piano ist wie geschaffen für den Klavierherbst der Villa Musica.

Virtuosen aus Deutschland und Italien lösen sich mit der fantastischen Elisso Bolkvadze aus Georgien ab, um dem Publikum unvergessliche Stunden zu bereiten – von Mozart und Beethoven bis zu Prokofjew und Ginastera.

Klavierherbst I: Mozart for Two
Das renommierteste Klavierduo Italiens spielt Mozart: Wenn Sergio Marchegiani aus Alessandria und Marco Schiavo aus Avellino zusammenkommen, verbinden sich der Norden und Süden Italiens zu höchster Klavierkunst, inspiriert von ihrem gemeinsamen Lehrer Bruno Canino. In ihrem vierhändigen Programm schlagen sie einen weiten Bogen über Mozarts Leben: von einer frühen Sonate, die er mit seiner Schwester in Salzburg spielte, über die grandiose Wiener F-Dur-Sonate bis hin zu den späten f-Moll-Trauerstücken, die er für das Wiener Wachsfigurenkabinett komponierte.

Fr, 11.11., 19 Uhr – Marco Schiavo & Sergio Marchegiani, Klavier zu vier Händen
Mozart: Fantasie f-Moll, KV 594
Andante con variazioni, KV 501
Sonate G-Dur, KV 357
Fantasie f-Moll, KV 608
Sonate F-Dur, KV 497

Klavierherbst II: Sonatenabend
Von Elisso Bolkvadze geht eine besondere Aura aus: Die Pianistin aus Tiflis trägt die Verdienstmedaille ihrer georgischen Heimat und ist UNESCO-Künstlerin für den Frieden. Ihr Engagement für Wohltätigkeit und Humanität macht sie zu einer Persönlichkeit am Steinway. Dazu passen die drei großen Sonaten in ihrem gewichtigen Programm: die vorletzte Mozartsonate im lieblichen B-Dur, die dritte Beethovensonate im brillanten C-Dur und die wuchtige Nr. 2 von Prokofjew.

Sa, 12.11., 19 Uhr – Elisso Bolkvadze
Mozart: Sonate B-Dur, KV 570
Beethoven: Sonate C-Dur, op. 2 Nr. 3
Prokofjew: Sonate Nr. 2, op. 14

Klavierherbst III: Pathétique
Beethovens „Pathétique“ mit Matthias Kirschnereit: ein Muss für Klavierfans und eine stürmische Eröffnung für eine originelle Matinee. Denn der Pianist aus Hamburg, der in Namibia aufwuchs und in Rostock lehrt, liebt es, die ausgetretenen Pfade des Repertoires zu verlassen. Deshalb spielt er nach dem berühmten Opus 13 ein Kaleidoskop von Beethoven-Raritäten. Dazu gesellen sich der Franzose Debussy und der Argentinier Ginastera – Weltmusik am Steinway-Flügel.

So 13.11., 11 Uhr – Matthias Kirschnereit
Beethoven: „Sonate Pathétique“ c-Moll, op. 13
Beethoven-Raritäten (Polonaise C-Dur, Allegretto, Variationen, op. 34)
Debussy: Images (Livre I)
Ginastera: Sonata para piano, op. 22