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Immer eine Winterreise wert: Schloss Engers am Rhein. Zu Karneval begegnen sich hier die Welten: auf dem Hof fröhliche Narren, im Dianasaal ernste Klaviermusik.

Klavierwinter Schloss Engers

Das Karnevalswochenende steht bei Villa Musica ganz im Zeichen hoher Klavierkunst: Der Tscheche Martin Kasik eröffnet den Klavierwinter mit einem reinem Chopinabend. gefolgt von Liszt und Beethoven, Schumann und Brahms.

Klavierwinter I: Chopin pur

Der tschechische Pianist Martin Kasik eröffnet den Klavierwinter Schloss Engers mit einem reinen Chopin-Abend – 4 Balladen und 4 Scherzi im Dianasaal von Schloss Engers. Die vier Scherzi sind Chopins Huldigung an das sinfonische Scherzo Beethovens, das hier zum romantischen Klavierstück umgedeutet wird. Auch die vier Balladen wurden unterschiedlich gedeutet. Joachim Kaiser sah sie als eine einzige phantastische Sonate an, andere behaupten, sie seien durch die Gedichte des polnischen Exildichters Adam Mickiewicz inspiriert worden. Ein faszinierender Abend reinster Romantik.

Fr, 17.2., 19 Uhr – Martin Kasik
Frédéric Chopin: Die vier Balladen und vier Scherzi

Klavierwinter II: Liszt und Beethoven

Franz Liszt war der größte Interpret von Beethovens letzter Klaviersonate und hat ihr mit seiner gewaltigen h-Moll-Sonate ein eigenes Denkmal gesetzt. Daran erinnert der Pianist Haiou Zhang am Samstagabend des Klavierwinters. Ein Bach-Adagio dient als lyrisches Präludium vor den beiden monumentalen Mollsonaten.

Sa, 18.2., 19 Uhr – Haiou Zhang
Bach: Adagio aus der Triosonate BWV 529
Beethoven: Sonate Nr. 32 c-Moll, op. 111
Liszt: Sonate h-Moll

Klavierherbst III: Brahms und die Schumanns

Eine romantische Dreiecksbeziehung in der Tonart fis-Moll. Chun Chieh stellt die beiden großen fis-Moll-Sonaten von Schumann und Brahms einander gegenüber: Liebeserklärung an die junge Clara Wieck die eine, romantisch zerrissenes Dokument einer Wertherliebe die andere. In der Mitte steht Clara Schumann mit ihren Variationen über ein fis-Moll-Thema ihres Mannes. Romantischer könnte eine Klaviermatinee am Rhein kaum sein.

So 19.2., 11 Uhr – Chun Chieh
Schumann: Sonate Nr. 1 fis-Moll, op. 11
Brahms: Sonate Nr. 2 fis-Moll, op. 2
Clara Schumann: Variationen fis-Moll, op. 20