News

Die Münchner Geigerin Lena Neudauer zwischen ihrem Landsmann Richard Strauss und dem Rheinländer Beethoven, Anfang Februar in Bad Neuenahr, Mainz und Engers (Foto: Marco Borggreve).

Beethovens Zweite mit Lena Neudauer

Mariä Lichtmess gilt als Wendepunkt im Winter, wenn die Tage wieder länger und heller werden: genau der richtige Termin, um Beethovens Zweite Sinfonie zu spielen. Das Opus 36 ist ein einziger Jubel des Lebens in strahlendem D-Dur.

Die Münchner Geigerin Lena Neudauer spielt mit Stipendiatinnen und Stipendiaten natürlich nicht die Orchesterfassung, sondern Beethovens eigene Bearbeitung für Klaviertrio. Selten war der Meister mit solchen Arrangements zufrieden. In diesem Fall aber legte er selbst Hand an und reduzierte seine stürmische Zweite auf die Dimensionen eines furiosen Trios für Klavier, Violine und Violoncello. Nach der Pause kommt noch eine Bratsche hinzu, um das mitreißende Opus 13 eines jungen Münchners zu spielen: Richard Strauss. Der Enkel des Bierbrauer-Königs Pschorr trug so viel überbordenes Genie in sich, dass sein frühes Klavierquartett alle Dimensionen sprengt. Natürlich steht es in c-Moll, der "Schicksalstonart" Beethovens. Während der Bonner Meister seine D-Dur-Sinfonie für drei Musiker reduzierte, schrieb der Urmünchner ein c-Moll-Quartett von orchestraler Sprengkraft. Sinfonien zu dritt und zu viert, zu hören im Augustinum in Bad Neuenahr-Ahrweiler, in der Villa Musica in Mainz und in Schloss Engers.

Freitag, 31.1.2020, 19:30 Uhr – Augustinum Bad Neuenahr-Ahtrweiler

Samstag, 1.2.2020, 19 Uhr - Villa Musica Mainz

Sonntag, 2.2.2020, 17 Uhr - Schloss Engers Neuwied-Engers

Lena Neudauer, Violine & Stipendiatinnen und Stipendiaten

Beethoven: Sinfonie Nr. 2 D-Dur, op. 36 (Fassung für Klaviertrio)

Strauss: Klavierquartett c-Moll, op. 13