Hintergrund: April der Streichquartette

LEIPZIGER STREICHQUARTETT
Freitag, 20.4., 19 Uhr – Schloss Engers
„Das beste deutsche Streichquartett.“ „Eines der angesagtesten Quartette der Welt.“ „Der Inbegriff des Leipziger Klangs“. Wer so von der Fachpresse in aller Welt gefeiert wird, den muss man nicht eigens vorstellen. Nach 30 Jahren umjubelter Konzerte in aller Welt spielt das „Leipziger Streichquartett“ seit kurzem wieder in der ursprünglichen Besetzung: Stefan Arzberger und Tilmann Büning (Violinen), Ivo Bauer (Viola) und Matthias Moosdorf (Violoncello). Im Rokoko des Dianasaals beginnt es sein Programm mit frühem Haydn: Das G-Dur-Quartett aus Opus 1 entstand um 1762, genau zur gleichen Zeit wie der Dianasaal in Schloss Engers. In Mozarts „Jagdquartett“ huldigen die Musiker zudem der Jagdgöttin Diana. Nach der Pause steht das späte cis-Moll-Quartett von Ludwig van Beethoven auf dem Programm, das gewaltige Opus 131, das der Komponist selbst besonders liebte.

Leipziger Streichquartett
Stefan Arzberger Violine I
Tilmann Büning Violine II
Ivo Bauer Viola
Matthias Moosdorf Violoncello

Joseph Haydn: Quartett G-Dur, op. 1 Nr.
Wolfgang Amadeus Mozart: “Jagdquartett” B-Dur, KV 458
Ludwig van Beethoven: Quartett cis-Moll, op. 131

JERUSALEM QUARTET
Samstag, 21.4., 19 Uhr – Synagoge Wittlich
Sonntag, 22.4., 17 Uhr – Neue Synagoge Mainz
Eines der weltbesten Streichquartette kommt aus Jerusalem in die Synagoge Mainz und in die ehemalige Synagoge nach Wittlich an der Mosel. Im Mittelpunkt steht Erwin Schulhoff, der Prager Komponist, der 1942 unter grausamen Bedingungen im KZ Wülzburg starb. Er wurde von den Nazis verfolgt, weil er Jude und Kommunist war. Seine fünf Sätze für Streichquartett zählten zu den Welterfolgen der Zwanziger Jahre und wirken auch heute noch folkloristisch mitreißend und ansteckend heiter. Zu Beginn erzählen die Musiker eine berühmte Geschichte von Lew Tolstoi, das Ehedrama „Kreutzersonate“, in den Klängen des ersten Streichquartetts von Leoš Janáček. Nach der Pause krönt das letzte Streichquartett von Antonín Dvořák den Nachmittag, das fantastisch schöne G-Dur-Quartett Opus 106.

Jerusalem Quartet
Alexander Pavlovsky Violine I
Sergei Bresler Violine II
Ori Kam Viola
Kyril Zlotnikov Violoncello

Leoš Janáček: 1. Streichquartett (nach Tolstois „Kreutzersonate“)
Erwin Schulhoff: Fünf Stücke für Streichquartett
Antonín Dvořák: Quartett G-Dur, op. 106