Archiv: Ein Kuchen für Elise

Die „wahre“ Geschichte von Beethovens berühmtestem Klavierstück
Ein Kinderstück mit Musik von Karl Böhmer, erweitert von Ilona Schulz

Elise Schauspielerin
Armand Flötist
Louis Pianist

Uraufführung 27. April 2014, Villa Musica Mainz

Copyright: Villa Musica Rheinland-Pfalz

Elise kommt ins Zimmer, gekleidet wie zu Beethovens Jugendzeit, am besten mit Fächer, Schirm und anderen Accessoires

Elise: Ah, bonjour, mes petits amis, je m’appelle Élise, et vous? …. Votres noms? … Wie, ihr versteht kein Französisch? Ja, was lernt Ihr denn so in der Schule? (Kinder rufen dazwischen, Antworten aufgreifen.) … Aha, nur unnützes Zeug! Nun gut, dann spreche ich halt Deutsch mit Euch! Ich heiße Elisabeth, aber man nennt mich „Élise“ (sehr zart französisch ausgesprochen mit sehr langem e am Ende). Sagt bitte nicht „Eeeliiiiiiise“ (sehr laut und deutsch ausgesprochen mit breit gezogenem Mund). Das klingt so unschön. Überhaupt haben wir früher viel vornehmer gesprochen aber weil ihr das vielleicht nicht verstehen könnt, spreche ich eben in eurer einfachen, saloppen Sprache.
Wie sagt Ihr denn, wenn ein Mädchen „Elisabeth“ heißt? (Kinder rufen.) Wie? Lisa oder Lisi oder Betti? Wirklich? Dann hätte mein Freund Beethoven sein berühmtes Klavierstück ja „Für Lisi, oder für Betti“ nennen müssen. Dann hätte es bestimmt ganz anders geklungen. Ich bin nämlich ein sehr elegantes Mädchen, wie Ihr seht. Ich kann tanzen und singen und und und (trällert und dreht sich im Kreis).
Heute erzähle ich Euch die Geschichte von diesem schönen Klavierstück. Ludwig van Beethoven hat es für mich geschrieben! (lächelt). „Louis“ (ruft Beethoven herein, er kommt )

AUFTRITT BEETHOVEN

Louis: Bonjour, Élise, comme vous-êtes belle aujourd’hui! (Handkuss mit Knicks). Elise: Merci beaucoup, du Schmeichler (haut ihm den Fächer um den Kopf) (Louis setzt sich ans Klavier).
(etwas verlegen) Wo waren wir stehen geblieben? Ach, ja. Bei meinem Klavierstück „Für Elise“. Das kennt Ihr sicher alle. Die Leute sagen immer „Für Eeeeliiiiiiiise“, man muss es aber französisch aussprechen: „Pour Élise“. Es ist genauso elegant wie ich. Hört mal.

MUSIK I: BEETHOVEN: FÜR ELISE (Klavierstück a-Moll, WoO 59)

(unterbricht grob) Haaaalt! Viel zu steif und zu laut! Eleganter, weicher (singt vor, Pianist spielt das Stück nochmal von vorne, weicher, schaut nicht mehr verliebt) Darauf kann man sogar tanzen, federleicht, wie ein Schmetterling. Wollen wir das mal ausprobieren zusammen? Eins, zwei, drei …

MITMACHEN I: SCHMETTERLINGSTANZ AUF DIE MUSIK FÜR ELISE

Sehr gut habt Ihr das gemacht. Ach ja, damals in Bonn, da habe ich auch so getanzt wie ihr. Meine beiden Freunde waren ganz vernarrt in mich, nicht wahr Louis? (schaut Louis keck an). Also wie gesagt Ludwig van Beethoven hieß der eine und er hat nicht nur wunderbar Klavier gespielt, sondern auch komponiert, d.h. er hat sich die Melodien alle selbst ausgedacht. Wir nannten ihn nur „Louis“. Louis saß also am Klavier und spielte, und wie!

MUSIK: KLAVIERSONATE D-Dur, op. 10 Nr. 3, Anfang das ersten Satzes

Sein Freund, der Graf von Westerholt, hieß „Armand“, (ruft) Armand.

AUFTRITT ARMAND

Armand: Bonjour, Élise, comme vous-êtes belle aujourd’hui! Votre robe
est magnifique. Vous êtes d ́une rare beauté ! Elise: Merci beaucoup, Du Schmeichler (haut ihm den Fächer auf den Kopf)
Armand spielte die „Flûte traversière“. (Flötist zeigt die Flöte.) Wie sagt Ihr denn dazu? „Querflöte“? Nun gut. Auch Armand konnte wunderbar spielen …

MUSIK: FLÖTIST SPIELT DEN ANFANG DER SERENADE OPUS 41 OHNE KLAVIER

Louis: Halt, viel zu steif und viel zu laut. Du musst das eleganter und weicher spielen (mit einem Seitenblick zu Elise).
Armand: Sag du mir nicht wie ich spielen soll. (Streitgespräch geht kurz nonverbal weiter).
Wenn die Beiden mal nicht gestritten haben, haben sie miteinander Musik gemacht. Und das klang wirklich wunderschön. Hört mal zu!

MUSIK: SERENADE D-DUR OPUS 41, erster Satz: Entrata (3’20)

Aber zurück zu meinem Stück, „Pour Élise“, „Für Elise“. An dem Tag, als Beethoven es geschrieben hat, wollten wir mit dem Schiff fahren, auf dem Rhein. Beethoven wollte unbedingt sein Klavier mitnehmen. Er konnte so stur sein! Habt ihr schon mal versucht, ein Klavier aufs Schiff zu heben? Uffff … (Kleine Pantomime mit den Musikern, um den Flügel zu heben). Das ist einfach zu schwer, aber vielleicht können wir das Instrument anheben, wenn noch ein paar Kinder mithelfen.(noch andere Kinder zum Helfen auf die Bühne bitten). Wir haben alles versucht, es ging einfach nicht. Aber der Kapitän hatte einen Kran. (Hat einer von Euch zufällig einen Kran dabei? Nein?). Gut, dass der Kapitän einen hatte, denn so bekam Beethoven doch noch sein Klavier aufs Schiff. Und wir fuhren los, auf dem Rhein. Die Wellen plätscherten, es war wunderschönes Wetter. (Elise spannt den Sonnenschirm auf und tut so, als würde sie auf dem Schiff sitzen und sich die Gegend anschauen.

MUSIK: SERENADE OPUS 41, zweiter Satz: Tempo ordinario d’un Menuetto (Hauptteil)

Wisst Ihr, wo wir hin wollten? Wir wollten nach Schloss Engers fahren. Das liegt bei Neuwied, direkt am Rheinufer.

Wunderschön, ein richtiges Barockschloss mit allem, was dazu gehört. Heute kann man da ein Museum besichtigen, Konzerte hören, zu Mittagessen, mit dem Fahrrad fahren, Eis essen, auf der Rheinterrasse sitzen, spielen und und und. Zu meiner Zeit regierte im Schloss noch ein Kurfürst. Da konnte man nicht so einfach rein spazieren, da musste man eingeladen sein, an den Wachen vorbei, vorgelassen werden. Aber mein Freund Louis, also der Beethoven, der war bekannt da – weil er so schön Klavier spielte (Pianist steht auf und geht auf und ab und begrüßt alle und tut so,
als ob er jeden kennt. Gibt den Kindern abwechselnd die Hand)
Louis: Ah bonjour, Comtesse Stadtfeld! Herr Baron, wie geht’s? Frau Gräfin, sie sehen blendend aus!
Ihr wisst sicher, wo unser Beethoven zuhause war? (Kinder raten.) Richtig: in Bonn. (Sie zeigt eine Rhein-Karte vor.) Bonn liegt hier oben, Engers etwas weiter unten. Der Rhein fließt aber von unten nach oben, von Süden nach Norden. Wir mussten also gegen den Strom fahren – flussaufwärts. Habt ihr schon mal versucht, gegen die Strömung zu schwimmen? Wer von Euch kann denn schon schwimmen? (Kinder melden sich.) Aha, wisst Ihr wie anstrengend das ist, gegen den Strom zu schwimmen? Kommt, wie machen das jetzt mal zusammen: Wir schwimmen zusammen gegen den Strom. Dazu bitte Musik!

MUSIK: SERENADE OPUS 41, zweiter Satz: Tempo ordinario d’un Menuetto (Trio)

Puff, ganz schön anstrengend, so zu schwimmen. Und erst für ein Boot. Zu meiner Zeit gab es noch keine Motoren an den Schiffen, die Schiffe mussten gezogen werden, von Pferden am Ufer. Treideln nannte man das. Ganz schön umständlich! Und das arme Pferd hatte so viel Mühe mit unserem Boot. Da stand ja auch noch das schwere Klavier drauf! Unser Boot kam nur gaaanz laaaaangsam voran. Es wurde Abend, es wurde Nacht, und allen war laaaaangweilig. Da setzte sich Beethoven ans Klavier und begann zu spielen, eine Sonate. Die klang wie das Plätschern des Wassers, und dazu der Mondschein. Wir nannten sie „Mondscheinsonate“!

MUSIK: “MONDSCHEINSONATE”, Sonata quasi una fantasia cis-Moll, op. 27 Nr. 2, erster Satz

Wir wurden alle so schläfrig von dieser Musik. Findet ihr nicht, dass man sich dazu hinlegen muss? Also legt Euch mal alle hin und hört zu!

MUSIK: ERSTER SATZ MONDSCHEINSONATE GEHT WEITER

Dann sind wir natürlich alle eingeschlafen. Das mochte Beethoven überhaupt nicht, wenn man ihm nicht zuhörte. Da wurde er stinksauer.
Louis (ärgerlich): Ihr cretains, ihr Banausen.
Unser guter Louis wurde nämlich leicht wütend. Und dann hat er wie wild auf dem Klavier gespielt. Wir sind dermaßen erschrocken!

MUSIK: LETZTER SATZ DER MONDSCHEINSONATE.

Endlich kamen wir in Engers an. Es wurde auch Zeit! Ich habe mein Kleid glatt gestrichen, meine Haare gekämmt und gedacht: „So, jetzt kommen wir zum Kurfürsten.“ Wisst Ihr, was das ist, so ein Kurfürst? Der ist reich und mächtig und dick und gut angezogen! Ich dachte: „Beethoven geht mit uns an den Wachen vorbei, ins Schloss rein, zur Treppe hinauf und dann in den prachtvollen Saal zum Kurfürsten.“ Pustekuchen! Was macht er? Er geht mit uns in den Keller, in die Küche! „Was wollen wir denn hier?“ habe ich zu ihm gesagt. „Meinen Großvater besuchen“, sagte Beethoven.
Also das hat mich umgehauen: Der Großvater vom großen Beethoven ein Koch! „Ich dachte, dein Großvater war Kapellmeister.“ Kapellmeister, nennt man die Leute, die immer mit den Händen rumfuchteln und den Musikern zeigen, wie schnell oder langsam, laut oder leise sie spielen sollen, auch Dirigenten genannt. „Ja, der eine Großvater von mir ist Kapellmeister“, sagte Beethoven, „aber der andere ist Leibkoch beim Kurfürsten“. Habt Ihr auch einen Großvater,
der kochen kann? Oder macht das nur die Oma? Und Euer Papa, kann der etwa kochen? Helft ihr manchmal beim Kochen? (kleiner Dialog mit den Kindern.)
Also ich fand das schon speziell: ein Koch als Großvater. (etwas pikiert:) In meiner Familie hat es das nicht gegeben! Da waren alle adelig, also sehr vornehm. Wir haben uns immer bedienen lassen. Aber Beethoven sagte:
Louis: „Ich brauche was von meinem Großvater, ein Rezept.“
Leider war er aber nicht da, der Großvater. In der Küche waren nur drei Küchenjungen. Die sagten, alle seien auf der Jagd: der Kurfürst, die Köche, die Dienerschaft, einfach alle. Auch Beethovens Großvater.
Louis:„Oh je, und wie komme ich jetzt an das Rezept?“ Armand:„Lass doch das dumme Rezept, Louis!“
Louis:„Nein, ich muss es unbedingt haben! Wir müssen es suchen!“
Also haben wir im ganzen Schloss gesucht!
Wisst ihr wie groß so ein Schloss ist und wie klein dagegen ein Kochbuch?
Wir also Treppe rauf, Treppe runter, in die Kammer, auf den Dachboden, in den Garten, auf die Terrasse. Wir sind gelaufen und gelaufen (alle drei rennen auf der Bühne rum und suchen. Dann fangen Musiker an zu spielen und ich renne weiter und suche, auch im Publikum unter den Stühlen „Pardon, stehen sie mal auf“, Elise schaut unter Stühle nach)

MUSIK: SERENADE D-DUR OPUS 41, dritter Satz: Allegro molto

(nach der Musik, lassen sich beide Musiker atemlos in die Stühle fallen).
Am Ende waren wir total kaputt. In einem Kabinett war ein kleines Kanapee. Ihr sagt wahrscheinlich: Sooofaaaa oder Couch (sehr abschätzig). Also neben dem Kanapee stand ein Sekretär, das ist so ein Schrank mit vielen Schubladen und kleinen Türen.
Armand: „Lasst uns da nochmal reinschauen!“
Und tatsächlich: Da war das Kochbuch vom Großvater! Louis war ganz glücklich.
Louis: „Jetzt backen wir einen Kuchen für Dich: einen Kuchen für Elise!“
sagte er. Da war ich baff: Die hatten das alles nur für mich gemacht, die Jungs! Es sollte ein ganz großer Kuchen werden, mit vielen Zutaten. Und was in dem Rezept so alles drin stand! Ich hab’s mal mitgebracht. Wollt Ihr mir helfen, einen
Kuchen zu backen? Ich brauche drei Helfer,( die kriegen alle eine Kochmütze aufgesetzt. Holt drei Kinder hoch.)
Also wir fangen mit dem Teig an, den muss man ganz langsam umrühren (vorgefertigter Teig liegt in einer Riesenschüssel, in der drei Kochlöffel stecken. Kinder versuchen umzurühren).

MUSIK: SERENADE D-DUR OPUS 41, vierter Satz: Andante con Variazioni, Thema

Dann werfen wir ganz viele Rosinen rein, so kleine feine Rosinen. (Sie holt Rosinen aus einer Dose. Die werden von den Kindern in den Teig geschmissen).

MUSIK: FLÖTENVARIATION

Und dann kommen noch Früchte dazu und Mehl und Puderzucker und und und … (Verschiedene Dosen mit Zutaten werden geholt und die Zutaten in die große Schüssel geworfen).
Dann kommt das Ganze in den Ofen. So ein richtig großer Kuchen, und auch der Ofen war ganz groß! (stellt den Kuchen in den Flügel und macht den Deckel zu).

Aber wisst ihr, was total langweilig ist? Warten, bis der Kuchen fertig ist. Das dauert eeeeeeeewig. Also haben wir uns gedacht: Die Küchenjungen können ja auf den Ofen aufpassen, wir spielen im Schloss.
Wo sind denn die Küchenjungen, die auf den Kuchen aufpassen? Gibt’s denn keine Küchenjungen hier? (Kinder melden sich.) So, ihr drei bleibt jetzt hier sitzen und bewacht den Kuchen, damit er nicht anbrennt.
Wir sind also durchs Schloss gelaufen, direkt ins „Appartement“ des Kurfürsten. War ja keiner da, keine Wachen, keine Diener. Also der Kurfürst, der hatte ein ganzes Stockwerk für sich. Und alles so prachtvoll eingerichtet. Und so ordentlich. Das gefiel uns gar nicht! Wir sind ins Schlafzimmer gelaufen und haben seine Strümpfe verknotet. Er hatte nur Strümpfe aus Seide!
Wir sind ins Kabinett gelaufen, also ins Büro des Kurfürsten und haben aus allen Zetteln auf dem Tisch Kochhüte gebastelt. Das machen wir jetzt auch mal. Helft Ihr mir? (Ich hole zwei Schachteln mit Strümpfen und Papier. Ein Teil der Kinder knotet mit Louis und Armand die Strümpfe zusammen, der andere Teil bastelt nach meiner Anleitung Kochhüte aus Papier. (Den drei Küchenjungen, die vor dem Flügel sitzen und auf den Kuchen aufpassen, werden die Kochhüte aufgesetzt. Elise sagt leise zu ihnen, dass sie sich jetzt schlafend stellen sollen und, wenn möglich, dabei schnarchen).

MUSIK: SERENADE D-DUR OPUS 41, fünfter Satz: Allegro scherzando e vivace

Wir waren so fröhlich, und es war so schönes Wetter. Aber auf einmal roch es ganz komisch, wie angebrannt.
Alle drei: „Oh je, der Kuchen!“
Wir ab in die Küche, und wer liegt da? Die drei Küchenjungen, eingeschlafen, vor dem Ofen. Und im Ofen der Kuchen – total verbrannt (Elise holt aus dem Flügel einen schon vorbereiteten dunklen Schokoladenkuchen raus.) Das hat vielleicht gestunken, und ein Ruß überall im Ofen. (Sie wedelt hektisch mit den Händen). So helft mir doch, Kinder, wedelt doch mal den Dampf hier weg, sonst ersticken wir alle …
Wir sahen am Ende ganz schwarz aus. Und die Küche! Ein einziges Chaos. Da kamen auch noch die Tauben und haben die Reste vom Kuchen aufgepickt!
Wo sind denn die Tauben, ja wo sind sie denn? Wie machen denn die Tauben? Die kommen hierher geflattert und essen den Kuchen auf. (Ich versuche Kinder zu animieren, hergeflattert zu kommen).

MUSIK: SERENADE D-DUR OPUS 41, fünfter Satz: Allegro scherzando e vivace, Trio

Die Küche sah aus!

Louis: „Oh, je, wenn jetzt der Opa zurückkommt!“

Und was hörten wir da, plötzlich?

MUSIK: SERENADE D-DUR OPUS 41, Adagio vor dem Finale

Hörner! Das waren eindeutig Hörner, erst ganz weit weg, dann immer näher.

MUSIK: ADAGIO KOMMT IMMER NÄHER

Wisst Ihr, was das heißt, wenn man Hörner hört? Jäger sind im Anmarsch. Der Kurfürst kam von der Jagd zurück und mit ihm Beethovens Großvater. (Musik setzt wieder ein)
Louis:„Auweh! Das wird ein Donnerwetter geben!
Armand: „Nichts wie weg!“
Wir schauten uns einen Moment an (Fermate vor dem schnellen Teil). Dann rasten wir los zum Schiff! (Sie rennt einmal durchs Publikum und wieder zurück auf die Bühne.)

MUSIK: SCHNELLER TEIL DES FINALES (ANFANG UND CODA)

(zur Musik) Hinter uns hörten wir schon die Leibwachen des Kurfürsten!
(Kurzer break in der Musik) Louis und Armand (gleichzeitig mit verstellter Stimme): „Haltet sie, sie haben die Küche verwüstet!“ Louis: „Louis, Du Lausbub! Warte, wenn ich dich erwische!“ Elise: Doch wir waren schneller, das Schiff legte ab, und wir waren in Sicherheit. Uff, das war gerade nochmal gut gegangen. Als wir uns vom Schreck erholt hatten, fasst Armand in seine Tasche und zieht ein Buch raus.
Armand: „Louis, das Rezeptbuch. Ich habe es mitgenommen!“
Louis:„Um Gottes Willen, wenn das der Großvater merkt, kommt er nach Bonn und holt es sich zurück!“
Armand: „Super, dass wir das Buch haben. Dann schreiben wir uns das Rezept ab, für den tollen Kuchen. Und dann backen wir ihn nochmal richtig – unseren Kuchen für Elise!“
Aber Louis meinte plötzlich:
Louis: „Weißt du, Elise, ich schreibe lieber ein Klavierstück für Dich. Das kann ich besser.“
Und dann setzte er sich auf dem Schiff ans Klavier und spielte eine Wellenlinie, wie die Wellen des Rheins (Pianist spielt e-dis-e-dis-e-dis-e-dis), und plötzlich wurde daraus eine Melodie, und was für eine schöne.

MUSIK: FÜR ELISE (KLAVIER, ANFANG)

Armand: „Halt! Und was wird aus mir?“
Louis: „Du darfst auch mitspielen.“
Elise: Und dann haben die Beiden mein Stück für mich gespielt!

SCHLUSSMUSIK: FÜR ELISE (Klavier mit Flöte)


(Nach dem Applaus dürfen sich die Kinder das Rezept bei Elise abholen und bekommen noch ein restliches Kuchenstück.)