Aktuell: Konzertwinter bei Villa Musica

Eine kurze Wintersaison leitet bei Villa Musica von Ende Februar direkt zum Frühlingsanfang über. Das Orion String Quartet aus New York, das Berlin Piano Quartet und der New Yorker Geiger Giora Schmidt spielen mit Stipendiaten Schubert, Schumann und Schulhoff, Mendelssohn und Brahms.

Orion String Quartet
Fr. 23.2., 20 Uhr – Burgscheune Stadecken-Elsheim
Sa. 24.2., 19 Uhr – GDKE Landesmuseum Mainz
So. 25.2., 17 Uhr – Schloss Engers
Eines der schönsten Musikstücke der Romantik und ein Weltklasse-Quartett aus New York reißen Kammermusikfreunde im Februar aus dem Winter-Tief. Schöneres hat Schubert nie geschrieben als sein Streichquintett in C-Dur vom Sommer 1828. Bei Villa Musica wird es vom „Orion String Quartet“ aus New York gespielt. Seit Jahrzehnten zählen die geigenden Brüder Daniel und Todd Philips, der Bratschist Steven Tenenbom und der Cellist Timothy Eddy zu den renommiertesten Streichquartetten der USA. Sie haben ihre eigene Reihe im Lincoln-Center in Manhattan und lehren am Mannes College als „Quartet-in-Residence“. Nach Stadecken-Elsheim kommen die Weltklasse-Musiker auf Einladung der Villa Musica. Den zweiten Cello-Part im Schubert-Quintett übernimmt die junge Israelin Michal Beck. Vor der Pause spielen die prominenten Gäste ein Streichquartett der Wiener Klassik und ein Werk aus ihrer Heimat.

Daniel und Todd Phillips Violinen
Steven Tenenbom Viola
Timothy Eddy Violoncello
mit
Michal Beck Violoncello (Stipendiatin der Villa Musica)

Schubert: Streichquintett C-Dur, D 956
Beethoven: Streichquartett

Berlin Piano Quartet
Fr. 2.3., 20 Uhr – Kulturhaus Oberwesel
Sa. 3.3., 19 Uhr – Villa Musica Mainz
So 4.3., 17 Uhr – Kultur- und Festhalle Waldmohr
Ein deutsches Ensemble mit englischem Namen und überwiegend französischer Besetzung: Im „Berlin Piano Quartet“ brillieren vier junge Weltklasse-Musiker aus Frankreich, der französischen Schweiz und dem Breisgau. Die drei Streicher sprechen eine gemeinsame musikalische Sprache, weil sie bei den Berliner Philharmonikern spielen: Der Schweizer Geiger Christophe Horák ist dort Stimmführer, der junge Franzose Bruno Delepelaire erster Solocellist, Micha Afkham Bratschist. Die drei „Berliner“ scharen sich um die zauberhafte französische Pianistin Kim Barbier. Schon nach ihrer SONY-Debüt-CD wurden sie für ihre mitreißende Interpretation des g-Moll-Quartetts von Brahms gefeiert. Das berühmte „Zigeunerfinale“ bricht bei ihnen alle Rekorde. In Mainz, Oberwesel und Waldmohr setzen sie das zart-romantische zweite Klaviertrio von Schumann dagegen und das stürmische Streichsextett von Erwin Schulhoff, zusammen mit jungen Streichern der Villa Musica.
Kim Barbier Klavier
Christophe Horák Violine
Micha Afkham Viola
Bruno Delepelaire Violoncello
mit
Christa Maria Stangorra Violine (Stipendiatin der Villa Musica)
Sofia Roldan Cativa Violine (Stipendiatin der Villa Musica)
Shira Majoni Viola (Stipendiatin der Villa Musica)
Konstantin Bruns Violoncello (Stipendiat der Villa Musica)

Schumann: Klaviertrio F-Dur, op. 80
Schulhoff: Streichsextett
Brahms: Klavierquartett g-Moll, op. 25

Giora Schmidt
Fr. 9.3., 20 Uhr – Synagoge Ahrweiler
Sa. 10.3., 20 Uhr – Friedenskirche Grünstadt
So. 11.3., 17 Uhr – Schloss Engers
Es sind wahrhaft Sternstunden der Romantik: das schwelgerisch schöne Klarinettenquintett von Johannes Brahms aus dem Jahre 1891 und das jugendlich drängende Streichquintett des siebzehnjährigen Felix Mendelssohn von 1826. Junge Streicher und ein virtuoser Klarinettist der Villa Musica spielen mit dem Weltklasse-Geiger Giora Schmidt aus New York. 1983 in Philadelphia geboren, machte der Meisterschüler von Pinchas Zukerman eine glänzende Karriere und lehrt heute als Professor an der berühmtesten Musikhochschule der USA, der Juilliard School. Der Sohn israelischer Eltern erinnert in der Mitte des Programms an ein Opfer der Nazi-Diktatur aus den Niederlanden: Der jüdische Komponist Leo Smit wurde aus seiner Heimatstadt Amsterdam deportiert und 1943 im KZ Sobibor ermordet. Über seinem Streichquartett von 1939 liegt der düstere Schatten des beginnenden Weltkriegs.

Giora Schmidt Violine (New York)
mit
Lina Neuloh Klarinette (Stipendiatin der Villa Musica)
Dzafer Dzaferi Violine (Stipendiat der Villa Musica)
Vladimir Percevic Viola (Stipendiat der Villa Musica)
Arianna Smith Viola (Stipendiatin der Villa Musica)
Julian Bachmann Violoncello (Stipendiat der Villa Musica)

Mendelssohn: Streichquintett A-Dur, op. 18

Smit: Streichquartett (1939/40)

Brahms: Klarinettenquintett h-Moll, op. 115