Aktuell: März bei Villa Musica

Die ersten Vorboten des Frühlings klingen in romantischen Konzertprogrammen wider. Das Berlin Piano Quartet und der New Yorker Geiger Giora Schmidt spielen mit Stipendiaten Schumann und Schulhoff, Mendelssohn und Brahms.

Berlin Piano Quartet
Fr. 2.3., 20 Uhr – Kulturhaus Oberwesel
Sa. 3.3., 19 Uhr – Villa Musica Mainz
So 4.3., 17 Uhr – Kultur- und Festhalle Waldmohr
Ein deutsches Ensemble mit englischem Namen und überwiegend französischer Besetzung: Im „Berlin Piano Quartet“ brillieren vier junge Weltklasse-Musiker aus Frankreich, der französischen Schweiz und dem Breisgau. Die drei Streicher sprechen eine gemeinsame musikalische Sprache, weil sie bei den Berliner Philharmonikern spielen: Der Schweizer Geiger Christophe Horák ist dort Stimmführer, der junge Franzose Bruno Delepelaire erster Solocellist, Micha Afkham Bratschist. Die drei „Berliner“ scharen sich um die zauberhafte französische Pianistin Kim Barbier. Schon nach ihrer SONY-Debüt-CD wurden sie für ihre mitreißende Interpretation des g-Moll-Quartetts von Brahms gefeiert. Das berühmte „Zigeunerfinale“ bricht bei ihnen alle Rekorde. In Mainz, Oberwesel und Waldmohr setzen sie das zart-romantische zweite Klaviertrio von Schumann dagegen und das stürmische Streichsextett von Erwin Schulhoff, zusammen mit jungen Streichern der Villa Musica.
Kim Barbier Klavier
Christophe Horák Violine
Micha Afkham Viola
Bruno Delepelaire Violoncello
mit
Christa Maria Stangorra Violine (Stipendiatin der Villa Musica)
Sofia Roldan Cativa Violine (Stipendiatin der Villa Musica)
Shira Majoni Viola (Stipendiatin der Villa Musica)
Konstantin Bruns Violoncello (Stipendiat der Villa Musica)

Schumann: Klaviertrio F-Dur, op. 80
Schulhoff: Streichsextett
Brahms: Klavierquartett g-Moll, op. 25

Giora Schmidt
Fr. 9.3., 20 Uhr – Synagoge Ahrweiler
Sa. 10.3., 20 Uhr – Friedenskirche Grünstadt
So. 11.3., 17 Uhr – Schloss Engers
Es sind wahrhaft Sternstunden der Romantik: das schwelgerisch schöne Klarinettenquintett von Johannes Brahms aus dem Jahre 1891 und das jugendlich drängende Streichquintett des siebzehnjährigen Felix Mendelssohn von 1826. Junge Streicher und ein virtuoser Klarinettist der Villa Musica spielen mit dem Weltklasse-Geiger Giora Schmidt aus New York. 1983 in Philadelphia geboren, machte der Meisterschüler von Pinchas Zukerman eine glänzende Karriere und lehrt heute als Professor an der berühmtesten Musikhochschule der USA, der Juilliard School. Der Sohn israelischer Eltern erinnert in der Mitte des Programms an ein Opfer der Nazi-Diktatur aus den Niederlanden: Der jüdische Komponist Leo Smit wurde aus seiner Heimatstadt Amsterdam deportiert und 1943 im KZ Sobibor ermordet. Über seinem Streichquartett von 1939 liegt der düstere Schatten des beginnenden Weltkriegs.

Giora Schmidt Violine (New York)
mit
Lina Neuloh Klarinette (Stipendiatin der Villa Musica)
Dzafer Dzaferi Violine (Stipendiat der Villa Musica)
Vladimir Percevic Viola (Stipendiat der Villa Musica)
Arianna Smith Viola (Stipendiatin der Villa Musica)
Julian Bachmann Violoncello (Stipendiat der Villa Musica)

Mendelssohn: Streichquintett A-Dur, op. 18

Smit: Streichquartett (1939/40)

Brahms: Klarinettenquintett h-Moll, op. 115