Aktuell: Frühlingsklänge bei Villa Musica

In der Natur ist der Frühling gerade angebrochen, in den Konzerten der Villa Musica kann man auch musikalisch seinen Frühlingsgefühlen freien Lauf lassen.

Frühling in Paris
Fr 31.3., 19 Uhr – Schloss Engers Neuwied-Engers
Sa 1.4., 20 Uhr – Hüttenhaus Herdorf
So 2.4., 11 Uhr – Altes Kaufhaus Landau
In Paris ist er ein Star, in Deutschland eher noch ein Geheimtip: der Geiger David Grimal, geboren 1973 in der Île-de-France südlich von Paris. Als Meisterschüler von Shlomo Mintz und feinsinniger Vertreter der französischen Geigenschule brilliert er auf seiner Stradivari von 1710 in zwei üppigen Meisterwerken aus dem Paris der Belle Époque: dem Quintett für Klavier und Streicher von César Franck und dem Violinkonzert d-Moll von Ernest Chausson, das zwar nur von Streichquartett und Klavier begleitet wird, aber kaum weniger gewaltig wirkt als ein romantisches Violinkonzert. Das Franck-Quintett beginnt so düster wie Notre-Dame bei Nacht und erreicht in wogenden Klangwellen eine Farbigkeit so strahlend wie Manet. Das Chausson-Concert wirkt wie ein Spazierganz an den Ufern der Seine an einem sonnendurchfluteten Frühlingstag. Mit David Grimal spielen junge Streicher der Villa Musica und der Pianist Oliver Triendl.

Chausson: Violinkonzert d-Moll (mit Klavier und Streichquartett)
Franck: Quintett für Klavier und Streicher f-Moll

Junges Trio in der Ludwigshöhe
Sa 8.4., 20 Uhr – Villa Ludwigshöhe Edenkoben
Griegs romantischste Violinsonate und das schönste Trio von Mendelssohn stehen auf dem Programm, wenn der SWR am 8. April einen Trioabend in ungewöhnlicher Besetzung veranstaltet. Der Geiger Jonian Ilias Kadesha, der Fagottist Theo Plath und der Pianist Fabian Müller wurden nach Erfolgen beim Deutschen Musikwettbewerb in die „Bundesauswahl Konzerte Junger Künstler“ aufgenommen. Beim Konzert von Villa Musica und SWR2 in Edenkoben spielen die preisgekrönten Nachwuchssolisten ein rein romantisches Programm: die Fagottsonate Opus 168 von Camille Saint-Saëns, die dritte Violinsonate in c-Moll Opus 45 von Evard Grieg und das d-Moll-Trio Opus 49 von Felix Mendelssohn. Pianist Fabian Müller brilliert in den Variationen über „Weinen, Klagen, Sorgen, Zagen“ von Franz Liszt.

Grieg: Violinsonate Nr. 3 c-Moll, op. 45
Mendelssohn: Trio d-Moll, op. 49
Saint-Sauens: Fagottsonate G-Dur, op. 168
Liszt: Variationen über „Weinen, Klagen, Sorgen, Zagen“ von Bach
Lefèbvre: Ballade

SWR2 Frühlingskonzert in Trier
Fr 28.4., 20 Uhr – Kurfürstliches Palais Trier
Zwei traumhaft schöne Konzertstunden zwischen populärer Klassik und fetziger Folklore kann man beim SWR2-Frühlingskonzert im Kurfürstlichen Palais Trier erleben. Am Freitag, 28. April um 20 Uhr spielt das „Duo Aliada“ in ungewohnter Besetzung: mit Saxophon und Akkordeon. Wenn der junge Pole Michal Knot sein Sopransaxophon Melodien von Vivaldi singen lässt, gibt der Serbe Bogdan Laketic traumhaft schöne Akkordeontöne hinzu. Beide Musiker sind in Wien zuhause, nachdem sie an den besten Musikakademien Europas studierten, in Krakau, Rom und Berlin. Im Konzert präsentieren sich die beiden jungen Virtuosen so vielseitig wie auf ihrer Debüt-CD „New Colours of the Past“, die ihnen höchstes Lob der Kritik einbrachte. Im Kurfürstlichen Palais kann man die Stücke dieses grandiosen Albums nun live hören. Für jeden Klassikhit finden sie überzeugende, neue Klänge: für Vivaldis Flötenkonzert „La Notte“, für Griegs Suite „Aus Holbergs Zeit“, für eine Flötensonate von Händel. In der europäischen Folklore sind beide Musiker zuhause. Fetzig spielen sie die Rumänischen Volkstänze von Béla Bartók, sensibel singend die Spanischen Volkslieder von Manuel de Falla. In seiner Heimat Polen ist Michal Knot ein Star und wurde mit höchsten Preisen ausgezeichnet, also darf auch Musik des großen Polen Krzysztof Penderecki nicht fehlen.

Grieg Aus Holzbergs Zeit
Händel Sonate g-Moll
Vivaldi La Notte
Bartók Rumänische Volkstänze
De Falla Spanische Volkslieder
u.v.m.