Aktuell: Frühlingsklänge bei Villa Musica

Die Natur lässt den Frühling schon erahnen. Auch in den Konzerten der Villa Musica kommen Frühlingsgefühle auf – zwischen barockem Vogelzwitschern und einer Schweizer Alpenidylle.

Villa Ludwigshöhe startet in den Frühling
Sa 4. März, 20 Uhr – Villa Ludwigshöhe Edenkoben
Der Flötist Maximilian Randlinger läutet in der Villa Ludwigshöhe die Frühjahrskonzerte ein. Mit seinem Stipendiatenkollegen Georg Michael Grau am Klavier und der jungen Hornistin Marlene Pschorr erzählt er vom Frühling in der Schweiz und in Wien. Zu den imposanten Bergmassiven am Vierwaldstätter See zählt die Rigi. Ab 1871 konnte man sie per Zahnradbahn erklimmen, was auch der Wiener Flötenvirtuose Franz Doppler ausnutzte. Anschließend komponierte er seine “Erinnerung an die Rigi” mit einer (Hirten)Flöte, einem (Alp)Horn und Klavier. Dopplers idyllisches Alpenstück ist ein Hauptwerk im Programm des Trio Isara, das auch Werke der Wiener Klassik aufführt: Mozarts Hornquintett KV 407 in einer Bearbeitung für Flöte, Horn und Klavier sowie das Trio Nr. 1 des Pariser Hornisten Frédéric Duvernoy (1763-1838). Georg Michael Grau spielt das “Andante favori” von Beethoven und frühe Klavierstücke von Richard Strauss.

Wiener Klassik mit Horn
Fr 10. März, 20 Uhr – Kulturhaus Oberwesel
Sa 11. März, 19 Uhr – Landesmuseum Mainz
So 12. März, 17 Uhr – Schloss Engers
Mozarts Hornquintett mit der Königin des Horns: Könnte es einen schöneren Auftakt für den Frühling geben? Die Rheinhessin Marie-Luise Neunecker wurde zum Weltstar ihres Instruments, als sie nach Hessen ging, zum RSO Frankfurt in der legendären Ära von Eliahu Inbal. Damals war sie erste Frau weltweit, die auf dem Horn reüssierte. Heute hat sie viele junge Kolleginnen, auch unter den Stipendiaten der Villa Musica. Zwei von ihnen sind im Es-Dur-Sextett von Beethoven zu hören. In seiner Bonner Jugendzeit erlernte der Meister das Hornspiel und stellte seinen Kollegen von der Hofkapelle so manche knifflige Aufgabe. In seinem Sextett konzertieren zwei Hornisten mit dem Streichquartett. Noch ein Werk der Wiener Klassik ist zu hören: das Oktett E-Dur des großen Geigers Louis Spohr, komponiert 1813 in der Kaiserstadt.

Frühlingsklänge des Barock
Do 23. März, 20 Uhr – Jugendstilfesthalle Landau
Ein “Dream Team” der Barockmusik in der Jugendstilfesthalle Landau: Stefan Temmingh und Dorothee Mields liefern sich einen virtuosen Schlagabtausch in Vogelstimmen und Frühlingsklängen. Nicht nur im Frühlingskonzert von Antonio Vivaldi läuten die Vögel “La Primavera” ein. Auch sonst ist Stefan Temmingh fündig geworden, was barocke Vogelstimmen anbelangt. “Birds” heißt das Programm, mit dem der Flötenvirtuose aus Südafrika und die deutsche Sopranistin in der Jugendstilfesthalle Landau brillieren. Untermalt werden sie von allerhand barocken Continuo-Instrumenten: Harfe und Laute, Gambe, Cello und Cembalo. Der Bogen des Programms spannt sich von Vivaldis “Primavera” in der Flötenfassung von Jean-Jacques Rousseau über Vogelkantaten von Fedeli und Vivaldi bis zu Opernarien von Keiser und Torri. Virtuose Flötenkunststücke von Schmelzer (Der Kuckuck), Van Eyck (Engels Nachtigall) und Telemann.