Aktuell: Villa Musica in der Pfalz

Monet-Quintett in Hambach
Sonntag, 22.4., 17 Uhr – Hambacher Schloss (Neustadt-Hambach)
Paris im Frühjahr ist immer eine Reise wert, auch wenn sie nur in Tönen stattfindet: Die fünf fantastischen jungen Bläser vom Monet Quintett laden zum Frühling in Paris ein. Alle Fünf sind Könner auf ihren Instrumenten: Der Fagottist Theo Plath war Villa Musica-Förderpreisträger 2017 und hat gerade den Deutschen Musikwettbewerb gewonnen. Außerdem wurde er zum Solofagottisten der Deutschen Radiophilharmonie Kaiserslautern-Saarbrücken gekürt. Sein Hornisten-Kollege Marc Gruber gewann vor zwei Jahren den ARD-Wettbewerb in München und ist Solohornist beim hr-Sinfonieorchester in Frankfurt. Die Oboistin Johanna Stier war Villa Musica-Förderpreisträgerin 2015 und spielt als Solo-Oboistin im Sinfonieorchester Sankt Gallen. Gemeinsam mit der Flötistin Anissa Baniahmad und dem Klarinettisten Nemorino Scheliga machen sie sich auf zum Frühlingsspaziergang durch die Straßen der französischen Hauptstadt. Sie beginnen im berühmten Pariser Konservatorium, wo Anton Reicha 1817 die Gattung des Bläserquintetts erfand. Sein Es-Dur-Quintett Opus 88 Nr. 2 war der Prototyp der Gattung, eine Musik im Stile Beethovens. Aus der Epoche der Impressionisten stammt das Quintett g-Moll von Paul Taffanel. Es wirkt so schillernd und farbenprächtig wie die Bilder eines Monet oder Renoir. Auch die Suite Opus 57 von Charles-Èdouard Lefebvre ist eine impressionistische Klangmalerei aus dem Jahre 1885, während der Engländer Gustav Holst sein Quintett im neobarocken Stil schrieb. Freche Folklore-Rhythmen aus Ungarn bringen die Bagatellen von György Ligeti ins Spiel.
Anissa Baniahmad, Flöte
Johann Stier, Oboe
Nemorino Scheliga, Klarinette
Marc Gruber, Horn
Theo Plath, Fagott

Anton Reicha: Quintett Es-Dur, op. 88 Nr. 2
Charles-Édouard Lefebvre: Suite, op. 57
Gustav Holst: Bläserquintett As-Dur, op. 14
György Ligeti: Sechs Bagatellen Allegro con spirito
Paul Taffanel: Quintett g-Moll