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Barbara Harnischfeger gratuliert unserem Stipendiaten Knut Hanßen zu seiner brillanten Interpretation des A-Dur-Quartetts von Brahms (Foto: Uli Stelter).

Pfingstfestival

„Es war grandios.“ So das Fazit von Barbara Harnischfeger zum Festkonzert in Schloss Engers mit Julian Rachlin, Sarah McElravy und drei brillanten Villa Musica-Stipendiaten.

Barbara Harnischfeger über das Festkonzert

„Es war grandios:
der ernsthafte und gar nicht verspielte Mozart - eine neue Offenbarung für mich.
Der unbekannte Arensky, so feierlich und gefühlvoll.
Und dann der Brahms in der Besetzung mit dem hinreißenden Geiger Julian Rachlin und seiner Frau Sarah McElravy, die einen derart warmen Viola-Ton hat, dass man von ihr ganz gefangen wird,
Dazu der Pianist Knut Hanßen, der den Steinway hervorragend im Griff hatte, kraftvoll spielte, aber die Streicher nicht platt machte… es war umwerfend gut: Power, Tempo, Stilsicherheit.“ (Barbara Harnischfeger) 

Seit Juli 2018 sind Julian Rachlin und Sarah McElravy auch privat ein Ehepaar. Dazu Barbara Harnischfeger: „That‘s amore. Julian Rachlin mit seiner Frau Sarah McElracy heute beim Villa Musica-Pfingstkonzert. Man merkte es auch beim Spielen, wie sie sich mit Blickkontakten und Atmen in gemeinsame Schwingung versetzen - und die anderen im Ensemble mitnehmen. Das war mit Mozart, dem hochromantischen Tschaikowsky-Zeitgenossen Arensky und Brahms wieder mal ein Fest höchster Güteklasse in Schloss Engers. Wahrlich Frohe Pfingsten.“

Mozart und Brahms aus Wien

Aus Wien brachten Julian Rachlin und Sarah McElravy höchste Streicherkultur und den sechsten Sinn für Mozart und Brahms mit an den Rhein. Ihr Festkonzert am Pfingstsonntag eröffneten sie mit Mozarts stürmischem g-Moll-Klavierquartett von 1785. 77 Jahre später kam der junge Brahms nach Wien und trat in Mozarts Fußstapfen. Sein A-Dur-Klavierquartett ist eine einzige Huldigung an die Donaumetropole in sinfonischen Ausmaßen. Der Klavierstipendiat Knut Hanßen, schon viel bewährt in Villa Musica-Projekten, spielte beide Meisterwerke souverän. Das Mittelstück des Programms war eine Trauermusik auf Tschaikowsky, getragen von orthodoxen Kirchengesängen: das a-Moll-Quartett von Anton Arensky, Hier erhielten die beiden jungen Cellisten des Projekts die Chance, mit dem prominenten Dozentenpaar aus Wien zusammen zu spielen: Olivier Marger und Friederike Arnholdt.

Pfingstsonntag, 5.6.2022, 17 Uhr – Schloss Engers

Julian Rachlin, Violine | Sarah McElravy, Viola | Olivier Marger und Friederike Arnholdt, Violoncello | Knut Hanßen, Klavier

Mozart: Klavierquartett g-Moll, KV 478
Arensky: Quartett a-Moll für Violine, Viola und zwei Celli
Brahms: Klavierquartett A-Dur, op. 26