Pressemitteilungen

RheinVokal 2019

Das Motto des rheinland-pfälzischen Kultursommers prägt auch das Festival RheinVokal 2019: „heimat/en“. Weltberühmte Sängerinnen und Sänger, die den Namen ihrer Heimat seit Jahrzehnten in die Welt tragen, gastieren beim Festival, allen voran Vesselina Kasarova, die Mezzosopranistin aus Bulgarien, und die „King’s Singers“, die vor 50 Jahren am King’s College in Cambridge gegründet wurden. Doch dabei bleibt die Ausdeutung des Mottos nicht stehen: Wenn die „Curious Bards“ Lieder aus den schottischen Highlands anstimmen oder das SWR Vokalensemble Volkslieder aus dem Baltikum singt, geben sie unterdrückten Völkern Europas eine Stimme. Markus Schäfer singt Schuberts
sehnsüchtige Lieder über den Verlust der Heimat im eigenen Land. Roman Trekel deutet Eichendorffs Verse in Schumanns Musik als ewiges Lied vom Verlust der Heimat. Die passende Kulisse dazu bildet der Rhein, vom Bahnhof Rolandseck ganz im Norden von Rheinland-Pfalz über Schloss Engers in Neuwied bis hinunter nach Ingelheim. Zum ersten Mal gastiert RheinVokal im kING: Die SWR2 Kulturnacht widmet sich passend dem Thema „Reisen“.

Wie immer bilden Klangkörper des SWR wichtige Säulen des Festivals: die Deutsche Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern und das SWR Vokalensemble. Im Sommer 2019 wird RheinVokal auch zum Podium für Orchester des Landes: Die Rheinische Philharmonie gastiert mit einem Operettenabend in Montabaur, das Landesjugendorchester gestaltet zusammen
mit dem Landesjugendchor das Brahms-Requiem in Koblenz. Am Pult steht der Mainzer GMD Hermann Bäumer. Rheinland- Pfalz ist im neuen Programm musikalisch gewichtig vertreten.

Seinem Ruf als Festival der Alten Musik wird RheinVokal auch 2019 gerecht: Dorothee Oberlinger und „ihr“ Countertenor Dmitry Sinkovsky widmen sich Händel und Vivaldi. Der fantastische tschechische Bariton Tomáš Král kehrt in den Herrnhuter Gemeinesaal nach Neuwied zurück und schlüpft in die Rolle von Händels Apollo. Nuria Rial singt Legrenzi, Arianna Savall Gesänge des Mittelalters, die Voces Suaves aus Basel kommen mit Carissimis Oratorium „Jephte“ nach Boppard. Auch der Brückenschlag in die Gegenwart darf nicht fehlen, etwa zur französischen Chanson oder zur atmosphärisch starken Moderne aus dem Baltikum. Jede Heimat hat ihren eigenen Klang – davon zeugt das Programm RheinVokal 2019.

Zurück zur Übersicht