News

Auch in Schloss Engers war die Camerata Villa Musica mit dem Schwetzinger Programm zu hören - stilecht im Dianasaal aus den 1760er Jahren.

Camerata Villa Musica in Schwetzingen 2019

Schwetzingen Retro heißt das große Thema derzeit im Radioprogramm SWR2. Auch Villa Musica ist beteiligt: Drei Jahre lang hat die Camerata Villa Musica unter Werner Ehrhardt die Hofmusikakademie gestaltet. Hier der letzte Mitschnitt.

Sinfonien und Arien vom Mannheimer Musenhof Carl Theodors

Mitschnitt aus dem Rittersaal des Mannheimer Schlosses im Rahmen der Schwetzinger SWR Festspiele 2019, 13. Mai 2019

In Kooperation mit der Forschungsstelle Südwestdeutsche Hofmusik der Heidelberger Akademie der Wissenschaften und dem Projekt Barock Vokal der Musikhochschule Mainz

https://www.swr.de/swr2/musik-klassik/aexavarticle-swr-63372.html

Es war sicher eine Sternstunde in der stolzen Geschichte der Hofmusikakademie zu Schwetzingen: Wieder hatte die Forschungsstelle Südwestdeutsche Hofmusik makellose Editionen rarer Musik aus den Beständen der Mannheimer Hofkapelle unter Kurfüsrt Carl Theodor vorbereitet. Wieder stand Werner Ehrhardt am Pult der Camerata Villa Musica mit Andrea Keller als Konzertmeisterin. Dennoch war es ein besonderer Nachmittag und Abend, erst Donnerstags in Schloss Engers, dann Sonntags in Schwetzingen und Montags im Mannheimer Schloss. Der Funke sprang über, die viel gerühmte Brillanz der "Mannheimer" wurde vom erfahrenen Nachwuchs der Villa Musica in funkensprühenden Klang verwandelt. Drei phänomenale Stipendiaten zeigten ihr Können als Solisten: Der Geiger Stefan Zientek und der Cellist Simon Eberle lieferten sich einen Schlagabtausch in einer ungewohnt dramatischen d-Moll-Sinfonia concertante von Carl Stamitz. Die wunderbare Oboistin Shaghayegh Shahrabi Farahani aus dem Iran brillierte in einem Konzert von Lebrun. Zwei junge Sängerinnen von Barock Vokal kamen hinzu: Die Sopranistinnen Yulija Poleshchuk und Ekaterina Korotkova schlüpften in die Rollen von Zemira und Azor, Giulia und Cecilio, einstudiert von Claudia Eder. In traumhaft schönen Arien und Duetten von Johann Christian Bach, Grétry und Jommelli verbreiteten sie den Glanz der Mannheimer Hofoper im Konzertsaal. Dies alles kann man nachhören im Mitschnitt, zuerst gesendet am 21. Mai 2019 im SWR-Mittagskonzert.

Ignaz Holzbauer Ouvertüre zu Alessandro nell’Indie (Mailand 1759)

Johann Christian Bach Arie „Pupille amate“ aus: Lucio Silla (Mannheim 1775) – Ekaterina Korotkova, Sopran

Christian Cannabich Ballettmusik Les rendezvous

Niccolò Jommelli Duett „Fermi! Senti“; Einlage in Grétrys Zemira e Azor (Mannheim 1776) - Yulija Poleshchuk, Sopran (Zemira); Ekaterina Korotkova, Sopran (Azor)

Ludwig August Lebrun Oboenkonzert F-Dur; Shaghayegh Shahrabi Farahani, Oboe solo

Carl Stamitz Sinfonia concertante d-Moll – Stefan Zientek, Violine solo; Simon Eberle, Violoncello solo

André-Ernest-Modest Grétry Arie „L’usignolo che al nido“ aus: Zemira e Azor (Mannheim 1776) - Yulija Poleshchuk, Sopran; Lisa Le Cornec, Flöte

Anton Fils Sinfonie g-Moll („Kopenhagener Fassung“)

Camerata Villa Musica, Dirigent: Werner Ehrhardt