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Vier perfekte Quartett-Könner aus Dänemark im Festsaal des Kurfürstlichen Palais: das NOVO Quartet hinter den Mikros des SWR (Foto: Robert Pfeifruk).

Frühling in Trier

Einen Tag nach dem Frühlingsanfang passten Streichquartette von Haydn und Mozart besonders gut in den Rokoko-Festsaal des Kurfürstlichen Palais in Trier.

Heiteres von Mozart und Haydn

Wer beim großen Concours in Genf den ersten Platz errungen hat, darf sich getrost zur Weltspitze der Klassik rechnen. Dem NOVO Quartet aus Dänemark ist dieser Coup im letzten Oktober gelungen – wobei die Fachpresse fasziniert war vom hoch sensiblen, perfekt abgestimmten Spiel der vier Quartett-Könner. Im traditionellen Frühlingskonzert von SWR2 in Trier spielten sie Musik wie gemacht für den Frühlingsanfang: Mozarts drittes „Salzburger Divertimento“ für Streicher hört man sonst nur mit Streichorchester, dabei hat es sich der junge Salzburger eigentlich als Streichquartett gedacht: Ansteckend heitere Klänge aus dem Jahr 1772. 25 Jahre später brachte Joseph Haydn seine Streichquartette Opus 76 heraus. Schon bei Nummer 1 in G-Dur steckte ihm der Schalk im Nacken, wie der heitere Kopfsatz verrät. Doch weil Napoleons Truppen gerade in Österreich einfielen, hat das Werk auch seine dunklen Seiten. 1873 schuf Brahms mit seinem a-Moll-Quartett eine romantische Huldigung an Schubert – im weichen a-Moll singend und webend, wie Frühlingsmusik. Das junge NOVO Quartet leuchtete alle Farben dieses herrlichen Programms meisterhaft aus. Geigerin Kaya Kato Møller spielte mit Nikolai Vasili Nedergaard an der zweiten Violine, Daniel Śledziński an der Viola und Signe Ebstrup Bitsch am Violoncello. SWR2 zeichnet auf, die ADD bietet in der Pause einen Frühlingsausschank an.

Freitag, 22.3., 19 Uhr – Kurfürstliches Palais Trier
NOVO QuartettKaya Kato Møller, ViolineNikolai Vasili Nedergaard, Violine | Daniel Śledziński, ViolaSigne Ebstrup Bitsch, Violoncello
Wolfgang Amadeus Mozart: Divertimento F-Dur, KV 138
Joseph Haydn: Streichquartett G-Dur, op. 76 Nr. 1
Johannes Brahms: Streichquartett a-Moll, op. 51 Nr. 2