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Klavierkunst in Vollendung: Die Ausnahme-Pianistin Natalia Ehwald spielt Schuberts große B-Dur-Sonate (Foto: Gesine Born).

SWR2 in Edenkoben

Im Künstlerhaus Edenkoben geht die Kooperation zwischen der Kulturstiftung Rheinland-Pfalz, dem SWR und Villa Musica in die dritte Saison: mit der wunderbaren Natalia Ehwald in späten Klaviersonaten von Schubert und Beethoven.

Schuberts letzte Klaviersonate im SWR2-Klavierabend

SWR2-Redakteur Jörg Lengersdorf hat nicht zu viel versprochen: Schuberts große B-Dur-Sonate mit Natalia Ehwald am Flügel war ein Ereignis – das klingende Testament eines Komponisten, der freilich im August 1828 noch gar nicht ahnen konnte, dass er nur noch drei Monate zu leben hatte. Deshalb beleuchtete die junge Weimarer Pianistin in ihrer hochsensiblen, hinreißend klangschönen Interpretation nicht nur die tragischen Töne von Trauer und Reignation, sondern auch die lebensbejahenden, strahlenden Momente. Vor dem späten Schubert kostete sie die rührende Lyrik des späten Beethoven aus: in der E-Dur-Sonate Opus 109, komponiert 1821 für Maximiliane Brentano. „Entwaffnend natürlich“ fand der Tagesspiegel ihr Spiel, und so agierte sie auch in der einleitenden B-Dur-Partita von Bach, BWV 825. Was der Thomaskantor anno 1726 dem kleinen Prinzen von Köthen in rührenden Worte und Tönen widmete, das spielte die Koroliov-Schülerin als sprechende Klangrede voller Nuancen.

Sa. 18.9., Künstlerhaus Edenkoben (SWR2-Aufzeichnung)

Natalia Ehwald, Klavier

Bach: Partita Nr. 1 B-Dur, BWV 825

Beethoven: Klaviersonate Nr. 30 E-Dur, op. 109

Schubert: Klaviersonate B-Dur, D 960