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Sie rockten den Schlosshof: Klarinettist und Dirigent Sebastian Lastein (links) und Alexander Hülshoff, der Künstlerische Direktor der Villa Musica, mit seinem Grancino-Cello.

Kulturgarten Schloss Engers

Das Klassik-Event auf dem Schlosshof Engers: Alexander Hülshoff und die Philharmonischen Bläsersolisten unter dem Klarinettisten und Dirigenten Sebastian Lastein.

CELLO & BLÄSER

Sonntag, 29.8., 17 Uhr, Open Air-Bühne Schloss Engers (Kulturgarten Engers 2021)

Unverdrossen trotzten sie dem verregneten Sonntag in einer Wetternische ab 17 Uhr: Rund 100 gut eingepackte Zuhörerinnen und Zuhörer erlebten auf dem Schlosshof Engers gut gelaunt das Finale des Open Air-Sommers 2021. Wieder einmal zeigte sich der Sommer von seiner kühlen Seite, umso heißer ging es auf der Bühne zu: Alexander Hülshoff und die Philharmonischen Bläsersolisten brillierten zwischen Klassik, Jazz und Disco-Beats. Friedrich Guldas Cellokonzert ist berühmt für sein Crossover in alle Richtungen: zur alpenländischen Volksmusik wie zum Barock, zum Jazz wie zur klassischen Moderne. Was der Wiener in seinem stets überheizten Musikkeller am Attersee 1980 entwarf, entfaltet auch 40 Jahre später noch Einiges an Bühnenhitze. Einem Meistercellisten wie Alexander Hülshoff bot das Gulda-Konzert Zündstoff für ein Feuerwerk der Töne. Nicht minder mitreißend: die Disco Toccata des Franzosen Guillaume Connesson. Mit diesen hoch virtuosen Ausflügen in den U- und E-Musik-Mix krönte der Künstlerische Direktor der Villa Musica seinen ganz persönlichen Open Air-Sommer – nach den Auftritten an der Seite von Rebekka Bakken und Wolfgang Niedecken. Das Publikum dankte mit begeistertem Applaus.

Der Rest des Nachmittags bestand aus Klassikern für Blasorchester: angemessen festlich zu Beginn die berühmte Fanfare aus La Péri von Paul Dukas. Mendelssohns herrliche Ouvertüre für die Kurkapelle in Bad Doberan verband Rossini-Anklänge mit der frischen Brise der Ostsee - Musik eines Fünfzehnjährigen von großer Geste und wunderbarem Klang. Dass ausgerechnet ein Spanier die Befreier Lateinamerikas feiern muss, mag man eigenartig finden, doch ist die Sinfonische Dichtung Libertadores von Óscar Navarro ein unverwüstliches Lieblingsstück der Blasorchester weltweit. Sebastian Lastein leitete souverän, der Klarinettist, Ex-Stipendiat der Villa Musica und gefragte Dirigent.

Alexander Hülshoff, Violoncello solo | Philharmonische Bläsersolisten der Villa Musica | Sebastian Lastein, Dirigent

Dukas: Fanfare aus La Péri

Mendelssohn: Ouvertüre für Harmoniemusik C-Dur, op. 24

Gulda: Cellokonzert

Connesson: Disco Toccata

Navarro: Libertadores

Dank an die Förderer

Der Kulturgarten Engers wäre nicht möglich ohne die Unterstützung von großzügigen Förderern. Wir danken dem:

* Kultursommer Rheinland-Pfalz

* Im Fokus: 6 Punkte für die Kultur – Lichtblicke

* Ministerium für Familie, Frauen, Kultur und Integration