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Oliver Erlich, Cellostipendiat der Villa Musica, beeindruckte das Publikum auf Burg Trifels im Duo mit Julian Bachmann.

Trifelsserenaden 2020

Die Trifelsserenaden 2020 gehen weiter: Beim zweiten Konzert der Reihe auf der Kaiserburg hoch über Annweiler zündeten zwei junge Cellisten der Villa Musica ein Feuerwerk der Cellotöne.

Die zweite Doppel-Serenade auf Burg Trifels

In Corona-Zeiten ist alles etwas anders, auch bei den Trifelsserenaden in Annweiler. Für das Publikum geht es mit dem Shuttle oder zu Fuß hoch auf die Burg. Dort wird man auf Abstand durch den Eingang geschleust bis zum Kaisersaal. Erst dort und am Platz darf man den Mund-Nase-Schutz ablegen. Der Kaisersaal ist bestens präpariert: Stühle auf Abstand, gute Durchlüftung und Desinfektion zwischen den beiden Konzerten um 18:15 und 20 Uhr. Paare sitzen zusammen, einzelne Zuhörerinnen und Zuhörer auf Einzelplätzen mit viel Abstand dazwischen und noch mehr Abstand zum Podium. Nach einer Stunde war auch bei der letzten Trifelsserenade alles vorbei – ein Feuerwerk der Cellotöne an einem heißen Sommerabend, im kühlen Kaisersaal cool präsentiert von zwei angehenden Meistercellisten.

Samstag 8.8.2020, 18:15 und 20 UhrCellissimo

Julian Bachmann & Oliver Erlich, Violoncello

Virtuose Duos von Joseph Haydn, Jean Barrière, David Popper und Niccolò Paganini über ein Thema von Rossini

Julian Bachmann, der Cello-Senkrechtstarter aus Mannheim, spielte mit seinem Stipendiaten-Kollegen Oliver Erlich furiose Duos für zwei Celli aus Klassik und Romantik, von Joseph Haydn, David Popper, Jean Barrière und Niccolò Paganini. Satter Ton und sinnliche Phrasierung ist das Markenzeichen der beiden jungen Solisten, die mühelos beweisen konnten, warum sie bei so vielen Wettbewerben ausgezeichnet wurden. Sobald die beiden Stipendiaten der Villa Musica das berühmte Gebet aus Rossinis Oper Moses anstimmten, herrschte freudige Erwartung im Publikum. Denn bei den anschließenden Bravourvariationen von Paganini kam man aus dem Staunen nicht mehr heraus. Davor brillierten die beiden jungen Meistercellisten in einer Barocksonate des Franzosen Barrière, die wie ein Vivaldi-Konzert klang. Höhepunkt des Abends war die wundervolle Suite Opus 16 von David Popper, ein romantisches Meisterstück des berühmten Virtuosen aus Prag, so klangvoll wie eine Orchestersuite, so leidenschaftlich wie Brahms und so tänzerisch beschwingt wie Johann Strauß. Ein Duo des jungen Haydn sorgte für zarte Töne im klassischen Stil. Eine Serenade, wie geschaffen für einen heißen Sommerabend im kühlen Kaisersaal der Burg Trifels.

Die dritte und letzte Trifelsserenade dieses Sommers:

Samstag, 22.8.2020 Mozart-Duo

Die Pariser Geigerin Charlotte Chahuneau ist der Villa Musica Stern 2020, ausgezeichnet für ihr edles, makelloses, feinsinniges Spiel auf einer wunderbaren Rogeri-Violine von 1678, die ihr Helga Dyckerhoff zur Verfügung stellte. Mit der israelischen Bratschistin Shira Majoni bildet sie ein perfektes Duo: französische Eleganz, gepaart mit italienischem Klangsinn, denn Shira Majoni ist Halbitalienerin. Mozarts G-Dur-Duo klingt bei den Beiden noch schöner als sonst, Bachs Inventionen verwandeln sich in spielerische Dialoge, und bei Händels g-Moll-Passacaglia in der virtuosen Bearbeitung von Halvorsen hebt es fast die Steine der Burg Trifels aus den Angeln.

Tickets am besten telefonisch bestellen: Villa Musica-Kartenbüro: 06131 – 9251800.

Gerne auch per E-Mail: info@villamusica.de.