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Samstagabend auf Burg Trifels: Niklas Liepe im Mozartquintett mit den vier Villa Musica-Stipendiaten Alexander Lesch, Timothy Hopkins, Gordon Lau und Gaeun Song (Foto: Villa Musica). 

Trifelsserenaden 2021

Es war ein sonniger Auftakt zu den Trifelsserenaden 2021: traumhaft schöne Streicherklänge auf der Kaiserburg mit Niklas Liepe und fünf Stipendiaten. Hier die weiteren Programme dieses Sommers.

Trifelsserenaden rund um Mozart

Schöner hätten die Trifelsserenaden nicht beginnen können: sonniger Mozart bei traumhaftem Wetter hoch über dem Pfälzer Wald. Geigenvirtuose Niklas Liepe leitete Mozarts hintergründiges letztes Streichquintett KV 614 souverän. Zwischen Spielwitz und Melancholie, Hornquinten, Trillern und Doppelschlägen fanden auch die vier Stipendiaten eine ideale Mozart-Mitte: Alexander Lesch an der zweiten Violine, Gordon Lau und Gaeun Song an den Bratschen, Timothy Hopkins am Cello. Im großen G-Dur-Quintett von Dvořák kam der Kontrabass von Daniel Kamien hinzu und sorgte für profunde Streicherklänge im Stil des „böhmischen Musikanten“. Große Begeisterung beim Publikum der beiden Konzerte. 

Stars und Stipendiaten

Mozart bildet auch den roten Faden für die weiteren Trifelsserenaden. Am 26. Juni kann man das C-Dur-Flötenquartett KV 285b hören, am 31. Juli das erschütternde g-Moll-Quintett KV 516 und ein rares Allegro in a-Moll aus Mozarts letztem Lebensjahr - das Fragment seines unvollendeten allerletzten Streichquintetts. Auch sonst bestimmen Streichquintette und –sextette das Programm, von Boccherini, Brahms und Dvořák. Gespielt wird im gleichen Modus wie im letzten Jahr: zweimal am Abend, um 18:15 Uhr und 20 Uhr. Unser Künstlerischer Direktor, Prof. Alexander Hülshoff, hat einige der besten Streicher Europas eingeladen, dazu den Flötisten Kersten McCall und den Gitarristen Claudio Piastra. Im letzten Konzert wird Alexander Hülshoff mit Gitarre und Bratsche ein ganz und gar sommerliches Serenaden-Feuerwerk zünden. Alle Dozenten der Reihe musizieren mit den Stipendiatinnen und Stipendiaten unserer Stiftung.

Hygienemaßnahmen und Kooperation

Die Serenaden finden nach den gültigen Hygiene-Vorschriften statt: Der Zugang zum Festsaal wie der Ausgang sind als Einbahnstraßen geregelt. Die persönlichen Daten werden zur Kontaktnachverfolgung erfasst. Auf keinen Fall vergessen darf man den Impfpass bzw. ein aktuelles Corona-Testergebnis. Im Saal sitzt das Publikum auf Abstand, allerdings befreit von der Maske. Den Mund-Nase-Schutz muss man nur tragen, sobald man sich auf der Burg bewegen möchte. All dies wird von den Mitarbeitern der Villa Musica zusammen mit den ehrenamtlichen Helfern vom Trifelsverein kontrolliert, denen dafür herzlicher Dank gesagt sei. Die GDKE/Burgen, Schlösser, Altertümer Rheinland-Pfalz stellt Burg und Festsaal zur Verfügung. Dank dieser Kooperation und dank der Disziplin bei Publikum wie Künstlern versprechen Trifelsserenaden 2021 wieder unvergessliche Konzerterlebnisse - noch an vier Abenden in diesem Sommer.

Die weiteren Trifelsserenaden 2021

Sa. 26.6., 18:15 und 20 Uhr – Serenaden

Der Soloflötist des Concertgebouw Orchesters in Amsterdam spielt mit jungen Streichern der Vila Musica zauberhafte Sommerserenaden von Beethoven und Reger. Hinzu kommt Mozarts wunderbares D-Dur-Quintett KV 593 von 1790.

Mozart: Flötenquartett C-Dur, KV 285b - Beethoven: Serenade D-Dur, op. 8 - Reger: Serenade D-Dur, op. 77a - Villa-Lobos: Assubio a jato

Kersten McCall, Flöte – Junge Streicher der Villa Musica

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Sa. 10.7., 18:15 und 20 Uhr – Brahms & Boccherini

Der große Boris Garlitsky, Geigenprofessor in Paris und Essen, spielt mit jungen Streichern der Villa Musica das romantisch klangsatte erste Streichsextett von Brahms. Klassischer Auftakt: „das“ Menuett von Boccherini, legendär seit der Krimi-Komödie Lady Killers, hier in der Originalfassung als Quintett zu hören.

Boccherini: Quintett E-Dur (mit dem Menuett) – Schulhoff: Streichsextett – Brahms: Streichsextett B-Dur, op. 18

Boris Garlitsky, Violine – Junge Streicher der Villa Musica

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Sa. 31.7., 18:15 und 20 Uhr – Mozart-Quintette

So dunkel und tragisch wie Don Giovanni: Mozarts g-Moll-Quintett, komponiert im selben Jahr wie die Oper 1787. Micha Afkham, ehemaliger Stipendiat der Villa Musica und Bratschist bei den Berliner Philharmonikern, spielt mit aktuellen Stipendiaten unserer Stiftung. Ein Quintettsat aus Mozarts letztem Lebensjahr und Beethovens einziges Streichquintett runden den Abend mit Wiener Klassik ab.

Mozart: Streichquintett g-Moll, KV 516, Quintettsatz a-Moll, KV 515c, Beethoven: Streichquintett C-Dur, op. 29

Micha Afkham, Viola - Junge Streicher der Villa Musica

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Sa. 21.8., 18:15 und 20 Uhr – Terzetto

Ein Terzett wie geschaffen für einen warmen Sommerabend: Der Gitarrist Claudio Piastra aus Reggio Emilia und die in Florenz aufgewachsene Bratschistin Shira Majoni huldigen zusammen mit Alexander Hülshoff dem schönen Italien in Tönen von Paganini und Bellafronte. Das „Dolce Vita“ regiert auch in Beethovens heiterem Streicherduo für Brillenträger, in spanischen Volksliedern von de Falla und Tangos von Piazzolla.

Beethoven: „Duett mit obligaten Augengläsern“ – De Falla: Spanische Volkslieder – Villa-Lobos: Preludio e Studio für Gitarre – Bellafronte: Suite Nr. 1 für Cello und Gitarre – Paganini: Terzetto D-Dur

Shira Majoni, Viola – Alexander Hülshoff, Violoncello – Claudio Piastra, Gitarre