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Charlotte Chahuneau, Villa Musica Stern 2020, spielt Bachs erste Solosonate auf einer wundervollen Rogeri-Violine von 1678, eine Leihgabe von Helga Dyckerhoff.

Konzerte Online

Unsere Online-Konzerte im Überblick: An die Musik aus dem Dianasaal von Schloss Engers, Konzertmitschnitte und Corelli aus dem Arp Museum Bahnhof Rolandseck.

An die Musik Episode 2: Charlotte Chahuneau spielt Bach

Seit fünf Jahren ist Charlotte Chahuneau aus Paris Stipendiatin der Villa Musica. In zahlreichen herausragenden Akademieprojekten unserer Stiftung hat sie sich als ideale Kammermusikerin mit hoher Sensibilität bewährt. Prof. Alexander Hülshoff, der Künstlerische Direktor der Villa Musica, spielte gleich beim ersten Konzert in der Mainzer Villa Musica nach dem Frühjahrs-Lockdown mit ihr und der Bratschistin Shira Majoni das Divertimento KV 563 von Mozart. Im letzten Sommer bezauberte sie bei hochsommerlichen Temperaturen das Publikum des Mainzer Musiksommers im Kurfürstlichen Schloss. Bachs erste Solosonate nahm sie im Dianasaal von Schloss Engers auf, wo sich der Klang ihrer wunderbaren Rogeri-Violine von 1678 voll entfalten konnte. Helgy Dyckerhoff sei Dank, der Stifterin dieses wundervollen Instruments, das sie durch Villa Musica jungen hochtalentierten Geiger(inne)n zur Verfügung stellt.

https://www.youtube.com/watch?v=B-0AS2WhDr4&feature=youtu.be

An die Musik Episode 3: Alexander Hülshoff und Friedemann Eichhorn spielen Beethoven variiert

Zwei Virtuosen von heute spielen Beethoven, wie man ihn im Virtuosenzeitalter des 19. Jahrhunderts verstand und verwandelte: Friedemann Eichhorn und Alexander Hülshoff brillieren auf ihren wundervollen Streichinstrumenten im Grand Duo de Concert No. 2 von Hubert Léonard und Adrien-François Servais. 1855 publizierten die beiden komponierenden Virtuosen beim Schottverlag in London ihr zweites Konzertduo über Themen von Beethoven. Welche Themen es sind, wird hier nicht verraten, nur soviel: Man darf sich lange an einer pathetischen Introduktion und virtuosen Fiorituren ergötzen, bevor das erste Beethoven-Thema aufscheint. Es wird ebenso wie das zweite und dritte einer ausführlichen Paraphrase nach allen Regeln des 19. Jahrhunderts unterzogen. 

https://www.youtube.com/watch?v=6As_Vt6BHSY&feature=youtu.be

Konzertmitschnitt: Beethoven und Schumann mit Markus Becker und Stipendiaten

Beim letzten Akademieprojekt unserer Stiftung vor dem November-Lockdown bezauberte der Klavierprofessor Markus Becker aus Hannover die Zuhörer in Kusel, Mainz und Neuwied-Engers mit wundervollen Kammermusiken von Beethoven und Schumann. Mit dem Geiger Gian Rossini und dem Cellisten Oliver Léonard spielte er zu Beginn das Trio c-Moll op. 1 Nr. 3 von Beethoven. Darauf folgten die originellen Variationen op. 121a über Wenzel Müllers Lied vom Schneider Kakadu aus den Schwestern von Prag. Hier übernahm die Geigerin Anika Starc die Führung. Als furioser Abschluss diente das Klavierquintett von Robert Schumann mit Clara Holdenried an der Viola und allen weiteren Akteuren des Abends. Große Begeisterung beim Publikum war der Lohn für fünf wunderbare Konzerte. Das letzte Konzert der Serie wurde in Schloss Engers mitgeschnitten und am vergangenen Freitag bei den Deutschen Kulturtagen im Oppelner Schlesien ausgestrahlt. (Einführung: Prof. Alexander Hülshoff, Künstlerischer Direktor der Villa Musica)

Prof. Markus Becker (Klavier), Gian Rossini und Anika Starc, Violine; Clara Holdenried, Viola; Oliver Léonard, Violoncello

Beethoven: Klaviertrio c-Moll, op. 1 Nr. 3 (3'10-27'30); Variationen op. 121a (28'00-45'50); Schumann: Klavierquintett Es-Dur, op. 44 (46'20 -1:16'10)

https://www.youtube.com/watch?v=eenG8PzfGPw&fbclid=IwAR3eS8Ot6EVXovkhmX-ynFoVoSTecxXXQ6sznjpmoxCglNgnm7Phw9HVsnw

Corelli und ein Bach-Choral aus Rolandseck

Noch an Heiligabend 2020 kurz vor 21 Uhr stellte Karl Böhmer dieses Video online – nella notte di Natale, genau so, wie sich Corelli sein g-Moll-Concerto vorgestellt hat: als Konzert in der Heiligen Nacht. Es wurde irgendwann zwischen 1695 und 1710 uraufgeführt, vermutlich beim Weihnachtsmahl der Kardinäle im Apostolischen Palast des Vatikans, als Orchester-Einleitung zu dem dort üblichen Weihnachtsoratorium. 1713 erschienen die Noten im Druck, kurz nach dem Tod Corellis, doch noch von ihm vorbereitet. Wie Alexander Hülshoff in der Einführung verrät, widmete Corelli den Druck seiner Concerti grossi Opus 6 dem Kurfürsten Jan Willem von der Pfalz, der in Düsseldorf residierte. Das „Weihnachtskonzert“ ist also schon seinerzeit am Rhein erklungen – unweit vom heutigen Arp Museum Bahnhof Rolandseck, wo unser Film im Dezember entstanden ist. Als kleine Zugabe erklingt am Ende der Schluschoral aus dem zweiten Teil des Weihnachtsoratoriums von Bach – eine Strophe von „Vom Himmel hoch, da komm ich her“ und eine Hirtenmusik wie das Finale von Corellis berühmtestem Concerto.

Arcangelo Corelli: Concerto grosso g-Moll, op. 6 Nr. 8, Concerto fatto per la notte di Natale („Weihnachtskonzert“)

Lina Tur Bonet, Violino primo und Leitung, Stipendiatinnen und Stipendiaten der Villa Musica Rheinland-Pfalz; Einführung: Prof. Alexander Hülshoff

https://www.youtube.com/watch?v=uWKd9ybPhqk