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Johannes Brahms mit 45. Der Vollbart kam erst 1876. Sein Horntrio und sein A-Dur-Klavierquartett stammen noch aus seiner bartlosen Zeit.

Brahmswochen

Johannes Brahms bestimmt den Vorfrühling bei Villa Musica: Horntrio in Es, Klavierquartett in A, Klarinettenquintett in h.

27.2.-1.3. Brahms mit Horn

Wer in Baden-Baden einen Waldspaziergang macht, kommt unweigerlich auch an jenem Bach vorbei, wo dem jungen Brahms der hinreißend schöne Anfang seines Horntrios einfiel. In seinem Es-Dur-Trio für Horn, Violine und Klavier hat der Hamburger die Waldklänge der Romantik in schönste Kammermusik verwandelt – eine perfekte Vorlage für den brillanten Hornisten Přemysl Vojta aus Brno und den Leipziger Klavierprofessor Boris Kusnezow, die zusammen mit unserem Geigenstipendiaten Cord Koss auftreten werden. Geradezu berstend vor guter Laune klingt auch das überschäumende Sextett des großen Ungarn Ernö von Dohnányi, Großvater des jüngst verstorbenen Dirigenten Christoph und des Hamburger Politikers Klaus von Dohnányi. Der Vater der ungarischen Musik vereinte in seinem Sextett für Horn, Klarinette, Klavier und Streicher Wiener Spätestromantik mit Jazz und Balkan-Folklore. Hier lenkt – wie auch im Klaviertrio von Smetana – die junge Pianistin Sofia Semenina vom Flügel aus das Geschehen. Mir ihr spielen Cord Koss, Céline Eberhardt und Hugh MacKay im Streichtrio, Matija Reicevic an der Klarinette und Dozent Přemysl Vojta am Horn.

Freitag, 27.2., 19 Uhr – Kulturhaus Oberwesel
Samstag, 28.2., 19:30 Uhr – Augustinum Bad Neuenahr-Ahrweiler
Sonntag, 1.3., 17 Uhr – Haus der Begegnung Meisenheim
Johannes Brahms: Horntrio Es-Dur, op. 40
Bedrich Smetana: Klaviertrio g-Moll, op. 15
Ernö von Dohnányi: Sextett C-Dur, op. 37

13.3.-15.3. Brahms mit Klavier

Das zweite Klavierquartett von Brahms in der heiteren Tonart A-Dur steht bis heute im Schatten des berühmten g-Moll-Quartetts. Dabei ist sein ungarisches Finale kaum weniger ansteckend gutgelaunt als das Gegenstück aus Opus 25. Die Münchner Klavierprofessorin Silke Avenhaus spielt dieses unterschätzte Meisterwerk mit drei jungen Streichern aus Deutschland, Japan und Bulgarien: Geiger Michael Nodel, Bratschistin Ayaka Taniguchi und Cellist Syon Najman sorgen auch in Werken von Wagner, Liszt und Mahler für romantischen Streicherglanz rund um den Flügel.

Freitag, 13.3., 19 Uhr – Villa Musica Mainz
Samstag, 14.3., 19 Uhr – Kurhaus Bad Ems (Marmorsaal)
Sonntag, 15.3., 17 Uhr – Congress Center Ramstein-Miesenbach
Gustav Mahler: Zwei Sätze für Klavier und Streicher (Fassung von Schnittke)
Franz Liszt: Romance oubliée für Viola und Klavier
Richard Wagner: Vorspiel und Liebestod aus Tristan und Isolde (Fassung von Say)
Johannes Brahms: Quartett Nr. 2 A-Dur für Klavier und Streichtrio, op. 26

19.-21.3. Klarinettenquintett zum Frühlingsanfang

Andalusien ist seine Heimat, das Konzertleben der Welt seine Bühne: Der Spanier Pablo Barragán ist der quirligste Klarinettist der Gegenwart, ein Vulkan an Dramatik und guter Laune. In Schloss Engers, Grünstadt und Mainz lotet er mit preisgekrönten jungen Streichern der Villa Musica die Tiefen des Klarinettenquintetts von Brahms aus: wehmütig schön in den Ecksätzen, ungarisch fantastisch im zarten Adagio. Folkloristische Moderne von Prokofjew und Bartók bildet den ersten Teil – ideale Musik für Barragáns südliches Temperament. Mit ihm musizieren Stipendiatinnen und Stipendiaten aus Italien und Deutschland.

Donnerstag, 19.3., 19 Uhr – Schloss Engers, Neuwied-Engers
Freitag, 20.3., 19 Uhr – Stadtmission Gründstadt
Samstag, 21.3., 19 Uhr – Landesmuseum Mainz
Sergei Prokofjew: Ouvertüre über hebräische Themen
Béla Bartók: Contrasts für Klarinette, Violine und Klavier
Reynaldo Hahn: Adagio aus dem Klavierquintett fis-Moll
Johannes Brahms: Klarinettenquintett h-Moll, op. 115