Brahms mit Klarinette
Johannes Brahms bestimmt den Frühlingsanfang bei Villa Musica: Das Klarinettenquintett in h-Moll gilt vielen als sein schönstes Kammermusikstück.
19.-21.3. Klarinettenquintett zum Frühlingsanfang
Andalusien ist seine Heimat, das Konzertleben der Welt seine Bühne: Der Spanier Pablo Barragán ist der quirligste Klarinettist der Gegenwart, ein Vulkan an Brillanz und guter Laune. In Schloss Engers, Grünstadt und Mainz lotete er mit preisgekrönten jungen Streichern der Villa Musica die Tiefen des Klarinettenquintetts von Brahms aus: wehmütig schön in den Ecksätzen, ungarisch fantastisch im Mittelteil des zarten Adagios. Ein Streichquartett aus vier Nationen legte den Klanggrund unter Barragáns berückend schöne Klarinettentöne: die Geigerinnen Yan Li aus Kanada und Eun Che Kim aus Korea, der Bratschist Vittorio Benaglia aus Italien und die Cellistin Juliet Wolff aus Deutschland.
Ungewöhnlich der erste Teil des Programms, der beim Publikum ausgesprochen gut ankam, besonders die folkloristische Moderne von Prokofjews Overtüre über hebräische Melodien und Bartóks Contrasts – ideale Musik für Barragáns südliches Temperament und für die Klarinettenkünstee des jungen Serben Matija Raičević. In der Mitte des Programms eine Entdeckung aus Paris: das wunderschöne Adagio aus dem Klavierquintett von Reynaldo Hahn, dem zeitweiligen Lebensgefährten des Dichters Marcel Proust. Villa Musica-Stern-Preisträger Knut Hanßen lenkte die drei Werke vom Klavier aus souverän und mit meisterlichem Anschlag.
Donnerstag, 19.3., 19 Uhr – Schloss Engers, Neuwied-Engers
Freitag, 20.3., 19 Uhr – Stadtmission Grünstadt
Samstag, 21.3., 19 Uhr – Landesmuseum Mainz
Sergei Prokofjew: Ouvertüre über hebräische Themen
Béla Bartók: Contrasts für Klarinette, Violine und Klavier
Reynaldo Hahn: Adagio aus dem Klavierquintett fis-Moll
Johannes Brahms: Klarinettenquintett h-Moll, op. 115