Burgenklassik 2026
Zwei Juni-Konzerte beschließen die Frühjahrsreihe: Pariser Bläserzauber auf Schloss Stolzenfels und eine italienische Nacht für Streicher in der Schlosskirche Hachenburg.
BURGENKLASSIK 2026: die letzten beiden Konzerte
3.6. Bläserserenade auf Stolzenfels
Wer würde nicht gerne im Juni durch Paris spazieren und sich durch launige Bläsermusik eine angenehme Unterhaltung verschaffen? Genau damit wartete ein junges Bläsertrio am 3. Juni in Stolzenfels auf: In Pariser Trios von 1935, 1947 und 1949 ließen sie die Leichtigkeit des Seins spüren und zugleich im quirligen, stets leicht dissonanten Klang den ganz eigenen Charme der Seine-Metropole. Sogar das Wetter stimmte: Es war pariserisch verregnet wie in den letzten Wochen in der französischen Hauptstadt. Der Fagottist Emanuel Blumin Sint und seine beiden hohen Holzbläser-Kolleginnen Cecilia Kaiser an der Oboe und Chiara Holtmann an der Klarinette ließen sich die gute Laune nicht verderben. Auch das Publikum trotzte mit fester Kleidung und heiterem Sinn den herbstlichen Bedingungen in der Sommerhalle. Mozarts erstes Divertimento aus KV 439b trug zum beschwingten Abend erheblich bei, während das Trio d'anches von Lutosławski zeigte, dass Bläsermusik auch die Schattenseiten der Geschichte farbenreich beleuchten kann. Der junge Pole schuf sein Bläsertrio 1944/45 nach dem Warschauer Aufstand. Das bewegende Adagio war ein Lamento auf die Opfer von Krieg und Verfolgung.
Mittwoch, 3.6., 19 Uhr – Koblenz, Schloss Stolzenfels
Cecilia Kaiser, Oboe | Chiara Holtmann, Klarinette | Emanuel Blumin Sint, Fagott
Wolfgang Amadeus Mozart: Divertimento Nr. 1 aus KV 439b
Jacques Ibert: Cinq Pièces en Trio (1935)
Witold Lutoslawski: Trio d’anches (1945)
Darius Milhaud: Pastorale, op. 147 (1935)
Alexandre Tansman: Suite pour Trio d‘anches (1947)
Eugène Bozza: Suite bréve en Trio, op. 67 (1949)
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28.6. Italienische Nacht in Hachenburg
Traumhaft schöne Streicherwerke von Puccini, Paganini und Donizetti, dazu das Menuett von Boccherini verbinden sich zur Sommernacht der italienischen Melodien. Star des Abends ist der russisch-belgische Geiger Marc Bouchkov, 35 Jahre jung, schon Professor in Essen und Solist auf allen großen Podien der Welt.
Sonntag, 28.6., 19 Uhr – Ev. Schlosskirche Hachenburg
Marc Bouchkov, Violine I Junge Streicher der Villa Musica
Giacomo Puccini: Crisantemi für Streichquartett
Niccolò Paganini: Caprice Nr. 24 a-Moll für Violine solo
Alessandro Rolla: Duo c-Moll für Violine und Viola, op. 4 Nr. 2
Gaetano Donizetti: Streichquartett Nr. 9 d-Moll
Giovanni Battista Viotti: Duett a-Moll für zwei Celli, op. 30 Nr. 1
Luigi Boccherini: Streichquintett E-Dur (mit dem Menuett)