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Der wieder gewählte Freunde-Vorstand (von links): Cornelia Hoffmann, Alfons Moritz und die erste Vorsitzende Barbara Harnischfeger. Rechts die neue Schatzmeisterin Diana Kreuter-Schmitt.

Gute Stimmung

Endlich war es wieder so weit: Die Freunde der Villa Musica durften sich zur jährlichen Mitglieder-Versammlung live begegnen, am Samstag im Arp Museum Bahnhof Rolandseck. 

Wiedersehen in Rolandseck

Die Freude war groß, sich endlich wieder treffen zu können und alte Bekannte wiederzusehen. Aber auch ganz neue Mitglieder, erst 2021 geworben, waren gekommen, zur Jahresversammlung von Freunde der Villa Musica am Samstag, 23. April, im Arp Museum Bahnhof Rolandseck, dem Veranstaltungspartner von Villa Musica seit 2020. Es herrschte beste Stimmung bei den 120 Teilnehmern, als Barbara Harnischfeger im amüsanten Schlagabtausch mit den anderen Vorstandsmitgliedern durch eineinhalb Stunden Sitzung führte und der Vorstand seinen Rechenschaftsbericht über Aktivitäten und Fördermaßnahmen gab. „Bloß keine langweilige Vereinsmeierei“ – so das Ziel der Vorsitzenden. Die Mitglieder dankten es ihr, gingen begeistert mit und freuten sich auf das anschließende Programm mit Mittagessen, Ausstellungsbesichtigung und Konzert im Arp Museum.

Staatssekretär Prof. Dr. Jürgen Hardeck, Vorstandsvorsitzender der Villa Musica, war zu Gast und natürlich der Künstlerische Direktor der Villa Musica, Prof. Alexander Hülshoff. Beide würdigten das ideelle und finanzielle Engagement des Freundeskreises für die StipendiatInnen der Villa Musica und für die Landesstiftung selbst und bedankten sich dafür. Der Verein hat 700 Mitglieder. Er wurde vor 25 Jahren gegründet. Hardeck sagte, er finde gut, was sich die Freunde zum Grundsatz genommen haben: sie wollen Publikumsvereinigung sein und Botschafter für das Ausbildungsprinzip und die Qualität von Spitzenförderung der Villa Musica, wollen vermitteln: Villa Musica ist elitär von der Leistung, aber nicht elitär im Zugang für die Bevölkerung. Das Anliegen der Freunde, den Wert von Villa Musica im ganzen Land und darüber hinaus zu verbreiten, sei erreicht. Der Freundeskreis sei zu einer starken Lobby für die Villa Musica geworden.

Barbara Harnischfeger gab dem Staatssekretär mit auf den Weg zu seiner Ministerin: „Villa Musica ist ein Aushängeschild für Rheinland-Pfalz weltweit.“ Und andererseits: „Wir Musikliebhaber im Lande brauchen die Villa Musica zum Leben.“ Hochklassige Villa Musica-Konzerte in der Nähe des Wohnortes der Menschen zu bieten sei sozial – und umweltfreundlich.

Vorstand wiedergewählt mit neuer Schatzmeisterin

Vorstandswahlen standen an bei der Mitgliederversammlung von Freunde der Villa Musica e.V. Die begeisternde, stets um Villa Musica und den Freundeskreis besorgte Vorsitzende Barbara Harnischfeger aus Koblenz wurde wiedergewählt. Ebenso bestätigt wurden ihre Mitstreiter Alfons Moritz, Mainz, und Cornelia Hofmann, Landau. Neu zu besetzen war die Position des Schatzmeisters. Dr. Hermann-Josef Richard aus Neuwied stellte sich zum großen Bedauern nicht mehr zur Wahl. Er wurde herzlich verabschiedet. Neue Schatzmeisterin ist die Diplom-Verwaltungswirtin Diana Kreuter-Schmitt aus Vallendar bei Koblenz. Sie hat in jungen Jahren bei der Musikschule und bei den Sommer Classics des Landkreises Mayen-Koblenz ihre Erfahrungen mit Musik und Finanzen gesammelt. Dann war sie Verwaltungsleiterin bei der LBB-Niederlassung in Koblenz. Jetzt ist sie Direktorin der Pfälzischen Pensionsanstalt in Bad Dürkheim.

Konzert mit ukrainischem Volkslied

Krönender Abschluss des Freundeskreis-Tages in Rolandseck war das Dankeschön-Konzert des Malion Quartetts, das vielfach Förderung durch die Freunde erhalten hat – direkt für einen Zuschuss zum Filmprojekt „Beethovens Große Fuge“ und indirekt, weil es die Freunde sind, welche die Meistertrainer, die großen Lehrer, im „Streichquartettlabor“ der Villa Musica bezahlen.

Alexander Yussov als Primarius im Malion Quartett spielte das G-Dur-Quartett aus Haydns Opus 64 ganz fein und innig, in anderen Passagen voll Übermut und Witz. Seine Kolleginnen, Jelena Garlic, Lilya Tymchyshin und Bettina Kessler folgten ihm in schönstem Einverständnis. Im starken Kontrast zu Haydn stand das erste Streichquartett von Leoš Janáček nach Tolstois Erzählung Kreutzersonate. Gut, dass Jelena die Zuhörerinnen und Zuhörer an den Inhalt der Tolstoi-Novelle erinnerte und gute Nerven wünschte. Überhaupt war es sympathisch, dass die Musiker das Kommende ansagten und einordneten. Ergriffen war das Mucksmäuschen stille und konzentrierte Publikum bei der volksliedartigen Komposition von Myroslaw Skoryk (1938-2020). Lilya Tymchishin, aufgewachsen in Großbritannien, aber wie Alexander Yussov mit ukrainischen Wurzeln, kündigte es etwa so an: Wir suchten nach einem ukrainischen Stück, das wir in Stuttgart bei einer Demonstration gegen den Krieg spielten konnten. Wir haben im Internet keines gefunden. Da riefen wir Freunde unserer Eltern an und die haben uns das Stück genannt, das zeitweise wie eine Nationalhymne der Ukraine behandelt wurde. Wir haben es dann von den fotografierten Noten gespielt. Lilya wörtlich und mit den Tränen kämpfend: „Es ist aus unserer Heimat.“

Freunde der Villa Musica sind ganz nah dran und sind eine angenehme Gesellschaft. Sie können dazu gehören. Schauen Sie nach dem Kontaktformular unter

www.freundedervillamusica.de oder wenden Sie sich gerne direkt an

barbara-harnischfeger@t-online.de, Telefon 0151 - 590 37 410