Klassik & Arp
„Ein Bahnhof voller Weltstars" titelte der Bonner Generalanzeiger zum Konzertprogramm der Villa Musica im Arp Museum Bahnhof Rolandseck. Auch die neue Saison lässt in acht Konzerten Klassik-Weltklasse glänzen.
FR 9.10.2026, 18 Uhr – Festsaal
SAISONAUFTAKT
Klavierduo Katia und Marielle Labèque
Seit Jahrzehnten verkörpern die Schwestern Katia und Marielle Labèque perfekte Symbiose im Klavierduo und französischen Klangsinn in Vollendung. In Rolandseck erzählen sie an einem Flügel von hellen Gärten, an zwei Flügeln vom wild wehenden Wind. Dazu spielen sie Auszüge aus Bernsteins „West Side Story“ und „Lieder ohne Worte“ der Mendelssohn-Geschwister, Meisterwerke der Pariser Impressionisten und poetische Trouvaillen von fast vergessenen Komponistinnen.
Fanny und Felix Mendelssohn: Lieder ohne Worte
Leonard Bernstein: Auszüge aus der West Side Story
Vierhändige Klavierstücke von Gabriel Fauré, Maurice Ravel und Marie Jaëll
Werke für zwei Klaviere von Claude Debussy, Dora Pejačević, Grażyna Bacewicz,
Bryce Dessner u.a.
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SA 7.11.2026, 18 Uhr – Festsaal
TRADITION & GEGENWART
Jan Vogler, Violoncello
Stipendiat*innen der Villa Musica Rheinland-Pfalz
Jan Vogler, der Cello-Weltstar aus Dresden, spielt Haydn und Brahms. Das grandiose zweite Streichquintett von Brahms beginnt mit einem jubelnden Cellothema, wie geschaffen für den weltweit gefeierten Cellisten. Gemeinsam mit jungen Streichervirtuosen der Villa Musica zeichnet er ein Porträt des späten Brahms zwischen Wiener Walzer und Csárdás, Ekstase und Melancholie. In Haydns heiterem Opus 33 und der „Minimal Music“ von Phil Glass reichen sich Tradition und Gegenwart die Hand.
Joseph Haydn: Streichquartett B-Dur, op. 33 Nr. 4
Philip Glass: Streichquartett Nr. 5
Johannes Brahms: Streichquintett G-Dur, op. 111
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SO 13.12.2026, 18 Uhr – Festsaal
VIVALDI IM ADVENT
Avi Avital, Mandoline und Leitung
Camerata Villa Musica
Avi Avital, der Weltstar der Mandoline aus Israel, brilliert in der Erfolgsserie „Vivaldi im Advent“ mit jungen Streicherinnen der Villa Musica. In Vivaldis Konzerten für Mandoline und Laute lässt er das Licht der Lagunenstadt im Festsaal von Rolandseck aufleuchten. In irren Follia-Variationen und rauschenden Streicherkonzerten beschwört er das bizarre Genie des „rothaarigen Priesters“. In Bachs Doppelkonzert d-Moll zeigt Avi Avital, dass er auch mit einer Solo-Violine spielend konkurrieren kann.
Antonio Vivaldi:
La Follia d-Moll, op. 1 Nr. 12
Lautenkonzert D-Dur, RV 93
Mandolinenkonzert C-Dur, RV 425
Mandolinenkonzert a-Moll nach op. 3 Nr. 6
Drei Concerti, RV 114, 119, 157
Johann Sebastian Bach:
Doppelkonzert d-Moll, BWV 1043
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FR 29.1.2027, 18 Uhr – Festsaal
ROMANTIKER
Marc Bouchkov, Violine
Stipendiat*innen der Villa Musica Rheinland-Pfalz
Nie war Brahms romantischer als in seinem dritten Klavierquartett: Die aufgewühlten Klänge dieses Werther-Romans in Tönen könnte keiner mitreißender gestalten als Marc Bouchkov, der Essener Geigenprofessor und gefeierte Violinvirtuose. Seine russischen Wurzeln finden bei Rachmaninow und Arensky leidenschaftlichen Widerhall. Die elegischen Töne, die der Moskauer Musikstudent und sein Tonsatzprofessor auf den Tod Tschaikowskys ersannen, wirken noch heute erschütternd bis ins Mark.
Sergei Rachmaninow: Trio élégiaque Nr. 1 g-Moll
Anton Arensky: Quartett a-Moll, op. 35
Johannes Brahms: Klavierquartett Nr. 3 c-Moll, op. 60
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SO 21.2.2027, 18 Uhr – Festsaal
GUY BRAUNSTEIN & FRIENDS
Guy Braunstein, Violine
Zvi Plesser, Violoncello
Ohad Ben-Ari, Klavier
Gili Schwarzman, Flöte
Wie in alten Rolandseck-Zeiten: Guy Braunstein trifft sich mit Freunden aus Israel, um in Kammermusik zu schwelgen. Der langjährige Konzertmeister der Berliner Philharmoniker war in seinen Anfängen auch einmal Stipendiat der Villa Musica. Daran erinnert er mit dem Cellisten Zvi Plesser und dem Pianisten Ohad Ben-Ari im unruhig drängenden d-Moll-Trio von Schumann und den heiteren „Kakadu-Variationen“ von Beethoven. Gili Schwarzman zaubert den Charme der Flöte in den Festsaal.
Ludwig van Beethoven: Variationen über „Ich bin der Schneider Kakadu“, op. 121a
Claude Debussy: Suite aus Pelléas et Mélisande für Flöte, Violoncello und Klavier
Pjotr Iljitsch Tschaikowsky: Briefszene aus Eugen Onegin für Violine und Klavier
Dmitri Schostakowitsch: Fünf Stücke für Flöte, Violine und Klavier
Robert Schumann: Klaviertrio Nr. 1 d-Moll, op. 63
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FR 19.3.2027, 18 Uhr – Forum Meierbau
WIENER KLASSIK
Ervis Gega, Violine
Adrien La Marca, Viola
Stipendiat*innen der Villa Musica Rheinland-Pfalz
Eine Woche vor Beethovens 200. Todestag spielen Ervis Gega und Adrien La Marca das brillanteste Streichtrio des Bonner Meisters. Die Geigenprofessorin aus Bonn und der Bratschist aus Paris bilden auch in Mozarts Sinfonia concertante ein Dreamteam des Streicherklangs, eingebettet in ein Quartett aus jungen Villa Musica-Virtuos(inn)en. In Mozarts d-Moll-Quartett erzählen sie von einer schwierigen Geburt im Wien des Jahres 1783.
Wolfgang Amadeus Mozart: Streichquartett d-Moll, KV 421
Ludwig van Beethoven: Streichtrio G-Dur, op. 9 Nr. 1
Wolfgang Amadeus Mozart: Sinfonia concertante Es-Dur, KV 364 (Bearbeitung für Streichsextett)
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SA 1.5.2027, 18 Uhr – Festsaal
GALAKONZERT
Marc Bouchkov, Violine
Adrien La Marca, Viola
Kian Soltani, Violoncello
Martina Consonni, Klavier
Das Arp Museum Bahnhof Rolandseck feiert 20 Jahre Richard Meier Bau mit einer Gala am 1. Mai und drei jungen Weltstars der Klassik. Wenn Marc Bouchkov, Adrien La Marca und Kian Soltani aufs Podium treten, ist das Furioso vorprogrammiert. Der Geiger aus Belgien, der Bratschist aus Paris und der Cellist aus Vorarlberg verdichten Mahler, Schumann und Brahms zur Quintessenz packenden Musizierens. Martina Consonni aus Como gibt edle italienische Klavierkunst hinzu.
Gustav Mahler: Quartettsatz a-Moll
Robert Schumann: Klavierquartett Es-Dur, op. 47
Johannes Brahms: Klavierquartett g-Moll, op. 25
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FR 14.5.2027, 18 Uhr – Forum Meierbau
SAISONFINALE KLASSIK & ARP
Alexandra Conunova, Violine
Eva Gevorgyan, Klavier
Brillanter kann eine Saison nicht schließen: Alexandra Conunova spielt das Rondo capriccioso von Saint-Saëns mit so viel Verve und mitreißender Geläufigkeit, dass sie die Museumsmauern förmlich aus den Angeln hebt. Eva Gevorgyan lässt in Tschaikowskys Dornröschen die Tasten tanzen. Bei Brahms und Schumann verschmelzen die Geigerin aus Moldawien und die Pianistin aus Armenien zur romantisch beseelten Einheit.
Robert Schumann: Violinsonate Nr. 1 a-Moll, op. 105
Johannes Brahms: Violinsonate Nr. 3 d-Moll, op. 108
Pjotr I. Tschaikowsky: Suite aus Dornröschen (Fassung von Michail Pletnjow)
Camille Saint-Säens: Introduction et Rondo capriccioso a-Moll, op. 28