Klavierherbst Schloss Engers
Der Klavierherbst rund um den 1. November hat schon Tradition: Drei international gefeierte Pianist(inn)en gestalten Recitals auf dem Steinway Grand Piano im Dianasaal von Schloss Engers. In diesem Jahr sind es zwei ehemalige Villa Musica-Stipendiaten und ein junges Klaviergenie, die ihre Programme als Vorgriff aufs kommende Beethoven-Jahr konzipiert haben: Fabian Müller, Martin Stadtfeld und Justus Eichhorn.
Klavierherbst I: Fabian Müller spielt Beethoven
Es wird ein ganz besonderer Moment, wenn Fabian Müller im Dianasaal von Schloss Engers seinen Beethoven-Zyklus eröffnet. Zwei Monate vor dem Beginn des Beethovenjahrs 2027 gibt der Bonner Pianist den Auftakt zur Gesamtaufführung aller 32 Klaviersonaten des Bonner Meisters, verteilt auf zwei Saisons. Der erste Abend ist eine brillante Ouvertüre: zwischen „Appassionata“ und „Jagdsonate“, f-Moll-Sonate und G-Dur-Sonate Opus 79 bleiben keine Beethovenwünsche offen. Noch drei weitere Abende wird Fabian Müller im Lauf der Saison mit Klaviersonaten des Meisters gestalten: am 16.1. in Mainz, am 4.4. in Landau und am 30.5. wieder in Schloss Engers. In der Saison 2027/28 wird der Zyklus fortgesetzt.
Freitag, 30.10., 19 Uhr – Schloss Engers
Ludwig van Beethoven Vier Klaviersonaten
Nr. 1 f-Moll, op. 2 Nr. 1
Nr. 18 Es-Dur, op. 31 Nr. 3 („Jagdsonate“)
Nr. 25 G-Dur, op. 79
Nr. 23 f-Moll, op. 57 („Appassionata“)
–
Klavierherbst II: Justus Eichhorn spielt Bach, Beethoven und Liszt
Am 31. Oktober stellt sich ein junges Klaviergenie im Dianasaal vor: Justus Eichhorn, der 17 Jahre junge Sohn unseres Alumnen Friedemann Eichhorn. Er wurde 2009 in Weimar geboren, wo sein Vater höchst erfolgreich als Violinprofessor lehrt, seinen Filius aber am Klavier ausbilden ließ. Als pianistisches Wunderkind sorgte der kleine Justus schon früh für Erstaunen. Inzwischen reüssiert er als vielfacher Wettbewerbs-Preisträger und gefeierter Solist weltweit. Die Deutsche Grammophon hat ihn unter Vertrag genommen und wird im September sein Debüt-Album vorstellen. In Schloss Engers lädt er das Publikum zum Träumen und Staunen ein: zwischen Bachs „Italienischem Konzert“ und Beethovens „Mondscheinsonate“, Liszts „Liebestraum“ und „Mephistowalzer“. Mit dem Klavierstück „Schwarze Erde“ des türkischen Pianisten, Komponisten und Menschenrechtlers Fazıl Say stellt Justus Eichhorn eine geniale Synthese aus klassischer Brillanz und jazzigen Rhythmen ans Ende.
Samstag, 31.10., 19 Uhr – Schloss Engers
Johann Sebastian Bach: „Italienisches Konzert“ F-Dur, BWV 971
Franz Liszt: Consolation Nr. 3 Des-Dur
Liebestraum Nr. 3 As-Dur, Mephisto-Walzer Nr. 1
Ludwig van Beethoven: „Mondscheinsonate“ cis-Moll, op. 27 Nr. 2
Fazıl Say: Black Earth („Kara Toprak“)
–
Klavierherbst III: Martin Stadtfeld spielt Bach, Beethoven und Chopin
Um es gleich vorwegzusagen: Das dritte Konzert beim Klavierherbst Schloss Engers 2026 ist ausverkauft. Keine Chance mehr, in Martin Stadtfelds Recital am 1. November noch hineinzukommen. In der zweiten Englischen Suite frönt der Weltstar aus dem Westerwald seiner alten Vorliebe für Bach. Diverse Klavierstücke von Chopin stellt er teilweise in eigenen Meditationen vor. Beethovens letzte Klaviersonate beschließt dieses wahrhaft festliche Programm an Allerheiligen.
Sonntag, 1.11., 17 Uhr – Schloss Engers
Frédéric Chopin: Polonaise g-Moll, op. posth.
Nocturne Méditation, Sonata Méditation
„Minutenwalzer“, op. 64 Nr. 1
Violoncello Méditation, Spring Méditation
„Revolutionsetüde“ c-Moll, op. 10 Nr. 12
„Piano Concerto No. 3 – Return to Warsaw“:
Improvisation – Méditation
Etüde a-Moll, op. 25 Nr. 11
Nocturne Es-Dur, op. 9 Nr. 2
Polonaise As-Dur, op. 53
Johann Sebastian Bach: Englische Suite Nr. 2 a-Moll, BWV 807
Ludwig van Beethoven: Klaviersonate Nr. 32 c-Moll, op. 111