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Zwei junge Opernstars im Marmosaal Bad Ems: Nombulelo Yende (Sopran) und Abraham Bretón (Tenor) mit Dirigent Massimiliano Caldi und Musikern des Kurpfälzischen Kammerorchesters.

RheinVokal: Puccini Gala

Eine echte Gala zur Eröffnung von RheinVokal 2024: Puccinis schönste Arien im Marmorsaal Bad Ems mit zwei jungen Opernstars, die vor der ganz großen Karriere stehen.

RheinVokal-Eröffnung in Bad Ems

„A Star was born.“ Wer diese Soprantöne hören durfte, hat den Beginn einer Weltkarriere miterlebt: Nombulelo Yende eröffnete das Festival RheinVokal 2024 mit Toscas Arie „Vissi d'arte“, und schon diese kurzen Minuten offenbarten das Potenzial einer Ausnahmsängerin. Auch in den großen Arien aus La bohème und Madama Butterfly konnte sie den ersten Eindruck bestätigen: voller runder Klang bis in die Spitzentöne, atemberaubende Decrescendi, ein betörendes Timbre und eine ganz natürliche musikalische Gestaltung – von dieser jungen Sopranistin aus Südafrika wird man mit Sicherheit noch hören. Nicht umsonst hat sie der Frankfurter Intendant Bernd Loebe aus der Opernschule direkt ins Frankfurter Opernensemble verpflichtet. Die gleiche Ehre ist dem Tenor Abraham Bretón zuteil geworden. In dieser Spielzeit hat er in der Frankfurter Carmen bereits den Don José gesungen: ein Tenor mit kräftig metallischem Timbre, Strahlkraft in der Höhe und dem Flair eines jungen Puccini-Helden. Kein Wunder, dass es nach seiner Fassung von „Nessun dorma“ eine Standing Ovation gab.

Wer bei diesen angehenden Opernstars an den jungen Pavarotti und die junge Jessye Norman dachte, hat kaum zu hoch gegriffen. Das sympathische Sängerduo mit der großen Ausstrahlung verlieh der Puccini-Gala in Bad Ems den vokalen Glanz. Auch sonst war das Konzert am Sonntag, 2. Juni, im Marmorsaal von Bad Ems eine echte Gala: volles Haus, etliche Ehrengäste, matter Schimmer im Glanz der Marmorsäulen und das Flair Italiens an den Ufern der Lahn. Für die Festivalpartner begrüßten Petra Spielmann vom Villa Musica-Vorstand, SWR Kulturchef Wolfgang Gushurst und Stadtbürgermeister Oliver Krügel. Danach leitete der Mailänder Operndirigent Massimiliano Caldi souverän durch das Programm. Er gab deutliche Zeichen für die Sänger und lotete subtil die üppig leuchtenden Puccini-Farben aus, auch in den Instrumentalwerken, die vom Kurpfälzischen Kammerorchester mit schönem Klang vorgetragen wurden. Zwei Sternstunden des Festivals RheinVokal und eine wahrhaft glanzvolle Eröffnung für die folgenden 18 Konzerte, die ab 28. Juni in dichter Folge einsetzen werden.

Puccini-Gala
Sonntag, 2.6., 17 Uhr – Kurhaus Bad Ems (Marmorsaal)
Nombulelo Yende, Sopran | Abraham Bretón, Tenor | Kurpfälzisches Kammerorchester | Massimiliano Caldi, Dirigent
Giacomo Puccini: Zwei Arien aus Tosca („Vissi d'arte"⁠, „E lucevan le stelle")
⁠Drei Menuette für Streicher
Zwei Szenen aus La bohème („Che gelida manina“–„Mi chiamano Mimì“, „O soave fanciulla“)
Sieben Romanzen La segreta voce (Fassung von Carlo Boccadoro)
Zwei Arien aus Madama Butterfly („Un bel dì vedremo“ und „Vogliatemi bene“)
Crisantemi für Streicher
„Nessun dorma“ aus Turandot