News

Eine der schönsten romanischen Kirchen am Rhein: Sankt Severus in Boppard.

Barock in Boppard

Ein legendäres italienisches Ensemble und verborgene Musikschätze aus Nonnenklösterm Norditaliens machen das SWR Kultur-Konzert am 15.8. in der Bopparder Severuskirche zu einer Schatzsuche – im Rahmen des Festivals RheinVokal.

Motetten von komponierenden Nonnen

La Venexiana in Boppard
Samstag, 15.8.., 19 Uhr – Sankt Severus
Name: Giacinta Badalla. Beruf: Nonne. Wohnort: das Kloster Santa Radegonda in Mailand, berühmt für den Gesang seiner Nonnen. Hinter den dicken Klostermauern schafft Giacinta eine Musik, die es mit Corelli, Scarlatti und den anderen Größen ihrer Zeit aufnehmen kann. Nur ein Ausschnitt daraus, eine prachtvolle Kantate für einen französischen Abbé, schafft es bis Paris. Ansonsten ist die Kunst der Nonne Badalla nur ihren 1684 gedruckten Solomotetten zu entnehmen. Es hat lange gedauert, bis Musikforscher und Musiker auf die komponierenden Nonnen des 17. Jahrhunderts in Italien aufmerksam wurden. Heute haben ihre Namen schon einen gewissen Klang unter Freunden der Alten Musik: Bianca Maria Meda und Isabella Leonarda, Caterna Assandra und besagte Giacinta Badalla. Wie unfassbar schön ihre gesungenen Gebete zur Gottesmutter klingen, ihre Preisgesänge und ihre Anrufungen des dreifaltigen Gottes, das beweist das legendäre italienische Ensemble La Venexiana am 15.8. in der romanischen Severuskirche in Boppard. Jörg Lengersdorf, Redakteur von SWR Kultur, hat sie eingeladen. Das Publikum darf sich auf eine Reise in unbekanntes Kloster-Terrain der Barockzeit freuen.

LA VENEXIANA: Emanuela Galli, Sopran | Marta Fumagalli, Alt | Matteo Bellotto, Bass | Anna Camporini, Violoncello | Dario Carpanese, Orgel, Cembalo | Gabriele Palomba, Theorbe und Leitung

Giacinta Badalla: Non plangete
Caterina Assandra: Duo Seraphim
Bianca Maria Meda: Anime belle und andere Werke
Isabella Leonarda: Impudens anima und andere Motetten
Lúcrezia Vizana: Confiteantur