RheinVokal 2026
Am 14. Juni eröffnen die fantastische finnische Sopranistin Tuuli Takala und die DRP das Festival RheinVokal mit Liedern von Sibelius und der Vierten Symphonie von Mahler. Hier ein Querschnitt durch die schönsten weiblichen Stimmen des Festivals 2026.
14.6. Mahlers Vierte mit Tuuli Takala in Koblenz
Zum ersten Mal eine Mahler-Sinfonie bei RheinVokal: Pietari Inkinen dirigiert die zauberhafte Vierte mit ihren Anklängen an Mozart und Haydn, mit dem himmlisch schönen Adagio und dem Gesang vom himmlischen Leben als Lied-Finale. Die faszinierende Finnin Tuuli Takala ist die Sopranistin im symphonischen Mahler-Lied und in Orchesterliedern von Jean Sibelius vor der Pause. 2019 wurde die Geigerin und Sängerin von Rolando Villazón noch als „Star von morgen“ im ZDF präsentiert:
https://www.youtube.com/watch?v=J9AibrrblqI.
Heute ist sie ein Star: Ensemble-Mitglied der Semperoper und eine gefeierte Violetta auf vielen Bühnen:
https://www.youtube.com/watch?v=AYsgA1J_RiQ.
Am 14. Juni in der Rhein-Mosel-Halle singt sie im üppigen Klanggewand der Deutschen Radiophilharmonie Saarbrücken-Kaiserslautern.
MYTHENKLÄNGE
Sonntag, 14.6., 20 Uhr – Koblenz, Rhein-Mosel-Halle
Pietari Inkinen dirigiert die Deutsche Radiophilharmonie Saarbrücken Kaiserslautern und die Sopranistin Tuuli Takala in Werken von Mahler und Sibelius.
Jean Sibelius: Orchesterlieder und Sinfonische Fantasie, op. 49
Gustav Mahler: Symphonie Nr. 4 G-Dur
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18.7. La Notte in der Sayner Hütte
Im abendlichen Sonnenlicht der Sayner Hütte schlüpft die Sopranistin Marie-Sophie Pollak am 18. Juli in einige der schönsten nächtlichen Opernrollen der Barockzeit: In Gesängen von Purcell und Charpentier tritt sie als die Nacht selbst auf. In einer grandiosen Szene aus Händels Alcina besingt sie die „blassen Schatten“. In Arien von Merula und Scarlatti lockt sie den Schlaf herbei. Das Publikum wird dabei sicher nicht einschlafen, liefert sie sich doch so manches Vogelstimmen-Duell mit dem Blockflötisten Max Volbers. Das exzellente Barockorchester Il pomo d’oro begleitet in den Arien und in Vivaldis Flötenkonzert La notte.
LA NOTTE
Samstag, 18.7., 20 Uhr – Bendorf-Sayn, Sayner Hütte
Marie-Sophie Pollak und Max Volbers feiern die Nacht in barocken Arien und Concerti.
Henry Purcell: Szene der Nacht aus The Fairy Queen
Marc-Antoine Charpentier: La Nuit
Georg Friedrich Händel: „Ombre pallide“ aus Alcina
Antonio Vivaldi: Flötenkonzert La notte
Alessandro Scarlatti: „Vieni, o sonno“ aus Pirro e Demetrio
Vogelstimmen-Arien von Telemann, Caldara und van Eyck
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1.8. Belcanto in Rolandseck
Wer Chen Reiss bei ihrem grandiosen Liederabend Ende März im Bahnhof Rolandseck erlebt hat, wird auch ihren Sommer-Auftritt am 1. August im Arp Museum nicht versäumen wollen. Die Primadonna der Wiener Staatsoper stellt wie im letzten Jahr junge Opernstimmen vor, die sie in ihrer „Belcanto-Akademie“ unterrichtet. Ervis Gega hatte die Idee zu dem Projekt und konnte nach dem Riesenerfolg von 2025 den Weltstar leicht dazu überreden, noch ein zweites Mal junge Sängerinnen auf den großen Auftritt vorzubereiten. Im letzten Jahr war dieser Abend in der Sayner Hütte eine Sensation, nicht zuletzt, weil Chen Reiss selbst in zwei Nummern singend mitwirkte. Auch ihre charismatische Art, die Stars von morgen zu präsentieren, hat das Publikum in seinen Bann geschlagen. Das neue Programm fürs Arp Museum ist noch „top secret“ – ein Feuerwerk des Belcanto wird es in jedem Fall.
BELCANTO
Samstag, 1.8., 18 Uhr – Remagen, Arp Museum Bahnhof Rolandseck
Chen Reiss präsentiert junge Opernstimmen in berühmten Arien, begleitet von Tom Zalmanov.
Arien von Mozart, Rossini, Bellini, Verdi und Puccini
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2.8. Dorothee Oberlinger und Núria Rial in Bingen
Zum zweiten Mal nach 2024 wandelt Dorothee Oberlinger in Bingen auf den Spuren der Heiligen Hildegard: am 2. August im Hildegardzentrum auf dem Rupertsberg. Die geräumige neoromanische Kirche hatte sich schon vor zwei Jahren als idealer Raum für die unfassbare Flötenkunst der First Lady des Barock erwiesen. War damals ein junger Countertenor aus Linz ihr Partner, so ist es nun die spanische Sopranistin Núria Rial. Gemeinsam widmen sich die beiden den Verrücktheiten des Barock – von diversen „Follia“-Variationen über den süßen Schmerz der Liebe bei Monteverdi und Händel bis hin zu Vivaldis virtuosester Arie mit Flötensolo. Auch die Trio-Begleitung kann sich sehen und hören lassen: Hille Perl an der Gambe, Asis Asnar am Cembalo und der junge Chilene Yves Itier an der Barockvioline. Oberlinger- und Barock-Fans müssen sich beeilen: Ganze Blöcke im Auditorium sind schon ausverkauft!
La FOLLIA
Sonntag, 2.8., 18 Uhr – Bingen, Kirche im Hildegardzentrum auf dem Rupertsberg
Dorothee Oberlinger und Núria Rial mit Hille Perl und Ensemble
Arien und Kantaten von Händel, Strozzi, Monteverdi und Merula
Chaconnen und Follia-Variationen von Falconieri, Marais u.a.
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16.8. Regina Mingotti in Bad Ems
Drei fantastische junge Sänger und die Lebensgeschichte einer legendären Primadonna: Im Marmorsaal Bad Ems kreist am 16. August alles um Regina Mingotti, die als junge Frau vor Bach in Leipzig sang und 1771 in Koblenz ihre Weltkarriere beendete. Claudia Eder liest aus dem Roman ihres Lebens und erzählt von der jungen Österreicherin, die zur berühmtesten Sängerin Europas aufstieg, Intendantin der Londoner Oper wurde und mit ihrem Gesang ein Vermögen verdient hat. Ein junges, bei RheinVokal schon bekanntes Sängertrio gibt die schönsten Opernarien aus Mingottis langer Karriere zum Besten, am Klavier begleitet von Christian Rohrbach: Die Mezzosopranistin Shai Terry singt Cantabile-Arien von Vivaldi und Bernasconi, die Sopranistin Hanna Kim Koo Bravourarien von Hasse und Perez. Der Tenor David Jakob Schläger ist mit Arien von Mozart zu hören. Auszüge aus einer Koblenzer Oper des Jahres 1770 beschließen das Programm: Il Re pastore von Sales. Ein Fest der Rokoko-Oper im festlichen Marmorsaal zu Bad Ems.
PRIMADONNA
Sonntag, 16.8., 18 Uhr – Bad Ems, Marmorsaal im Kurhaus
Junge Stimmen singen zur Klavierbegleitung von Christian Rohrbach.
Claudia Eder liest die Lebensgeschichte der Regina Mingotti.
Antonio Vivaldi: Arie aus Argenide (Graz 1745)
Johann Adolph Hasse: Arie aus Ipermestra (Dresden 1752)
Davide Perez: Arie aus Ezio (London 1755)
Andrea Bernasconi: Arie aus Semiramide (München 1765)
Wolfgang Amadeus Mozart: Tenorarien aus Idomeneo (München 1781)
Pompeo Sales: Arie und Duett aus Il Re pastore (Koblenz 1770)