La Notte
Wunderschöne Nachtstücke und Arien aus dem Barock am Samstagabend in der Sayner Hütte.
Großer Barockabend bei RheinVokal
Ein großer Barockabend rund um die Nacht: Max Volbers und Marie-Sophie Pollak haben einige der schönsten Nachtstücke und Arien aus dem 17. und 18. Jahrhundert zu einem großen Bogen zusammengestellt, der mit der untergehenden Sonne in der Gießhalle der Sayner Hütte aufs Schönste korrespondiert. Max Volbers schrieb zum Programm: „Wir wollen die Nacht in all ihren Facetten beleuchten und dabei auch die unterschiedlichen Nationalstile des Barocks zeigen.“ Tatsächlich kommen sie im Programm alle vor: der französische Stil in einer weihnachtlichen Nachtmusik von Charpentier, der Gusto italiano in Vivaldis Concerto La Notte und hinreißend schönen Arien von Scarlatti und Caldara, der deutsche „vermischte“ Geschmack in Tänzen und einer Arie von Telemann, die englische Musik in Auszügen aus Bühnenwerken von Purcell, Eccles und Händel. Ja selbst die niederländische Musik des Zeitalters findet in den Flötenstücken des Jacob van Eyck ihren Platz im Programm. Dabei hat Max Volbers auch als Arrangeur eingegriffen, indem er van Eycks Solostücke für Ensemble bearbeitet und vier Nachtigallenstücke zu einer Suite zusammengestellt hat. In etlichen Stücken des Abends geht es um den sanften Schlummer, der mit den Mitteln der Musik so wunderbar suggestiv herbeigezaubert werden kann. Andere Werke zeugen dagegen eher von den gespenstischen Seiten der Nacht: Vivaldis Concerto La Notte erzählt von der Geisterstunde in einem venezianischen Palazzo, Händels große Szene der Alcina von der Beschwörung nächtlicher Geister. Schläfrig oder gar verschlafen geht es in keiner Musik des Abends zu. Dafür sorgen die beiden Solisten und das Barockorchester Il Pomo d’Oro.
Marie-Sophie Pollak | Sopran
Max Volbers | Blockflöte, Cembalo, Leitung
Barockorchester Il Pomo d’Oro
Scarlatti: Vieni o sonno aus Pirro e Demetrio (Neapel 1694)
Purcell: Szene der Nacht aus The Fairy Queen (London 1692)
Charpentier: La Nuit (Paris 1690)
Vivaldi: Concerto La Notte (Venedig 1729)
Händel: „Ombre pallide“ aus Alcina (London 1735)
Nachtigallenstücke von Telemann, Bousset, Caldara und van Eyck
u.v.m.