Quartett-Forum
Zwei junge Streichquartette wurden im Quartett-Forum der Villa Musica von Areta Zhulla aus New York auf ihren Auftritt vorbereitet: das Elaia Quartet und das Quartetto Arioth.
Wiener Klassik in Annweiler und Schifferstadt
Zwei junge Streichquartette trotzten der Juli-Hitze mit höchst lebendig gespielten, kontrastreichen Meisterwerken der Wiener Klassik. In Schifferstadt und Annweiler standen beiden Ensembles auf dem Podium: Das Elaia Quartett und das Quartetto Alioth teilen sich die Hälften des Programms auf: zuerst Haydns D-Dur-Quartett aus Opus 20, dann Mozarts Es-Dur-Quartett KV 428 – wunderschöne Streicherwerke aus dem Wien der Jahre 1773 und 1783. Dazwischen erklang das „Officium breve“ des gerade 100 Jahre alt gewordenen ungarischen Komponisten György Kurtág, ein legendärer Quartettzyklus von 1988 von faszinierender Atmosphäre und Dichte. Das Elaia Quartett besteht aus vier jungen Frauen, die sich sonst vehement für weibliches Repertoire einsetzen: Barbara Köbele und Çiğdem Tuncelli Sinangil an den Violinen, Francesca Rivinius an der Viola und Karolin Spegg am Violoncello. Bereits als Studentinnen von Wolfgang Redik in Berlin und dem Quatuor Ebène in München verdienten sie sich ihre ersten Lorbeeren. Die jungen Italienerinnen des Quartetto Alioth haben 2019 in der Streichquartettklasse von Edoardo Rosadini in Fiesole zusammengefunden: Matilde Urbani und Sofia Morano (Violine), Anna Avilia (Viola) und Margherita Pasquini (Cello). Sie studieren derzeit im Masterstudiengang in der Klasse von Oliver Wille an der Musikhochschule Hannover.
Freitag, 10.7., 19 Uhr – Die Scheune Schifferstadt
Samstag, 11.7., 19 Uhr – Burg Trifels Annweiler
Elaia Quartett und Quartetto Alioth
Joseph Haydn: Streichquartett D-Dur, op. 20 Nr. 4
György Kurtág: Officium breve
Wolfgang Amadeus Mozart: Streichquartett Es-Dur, KV 428
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Beethoven und Mozart in Kirchberg
Zum Abschluss der Serie gab das Quartetto Alioth einen besonders anspruchsvollen Quartettabend in Kirchberg im Hunsrück: Die vier jungen Italienerinnen spielten das monumentale B-Dur-Quartett Opus 130 von Beethoven in der Urfassung mit der Großen Fuge als Finale und das ähnlich gewagte, chromatisch progressive Es-Dur-Quartett KV 428 von Mozart. Die kühle Michaelskirche auf den Höhen des Hunstücks wurde zur Oase großer Musik inmitten der Juli-Hitze.
Sonntag, 12.7., 17 Uhr – Michaelskirche Kirchberg
Quartetto Alioth
Ludwig van Beethoven: Quartett B-Dur, op. 130 (mit der Großen Fuge als Finale)
Wolfgang Amadeus Mozart: Quartett Es-Dur, KV 428