Trifelsserenaden
Klassik auf der Kaiserburg Trifels hoch über Annweiler in der Pfalz, samstags 19 Uhr: Flöte & Harfe, Wiener Klassik, Brahms & Tschaikowsky.
2.8. FLÖTE UND HARFE
Der Goldglanz der Harfe und die Silbertöne der Flöte verbanden sich zur romantischsten Trifelsserenade dieses Sommers: Silke Aichhorn, die Harfenistin aus Traunstein, und Dejan Gavric, der Flötenprofessor aus Mainz, bilden seit Jahrzehnten ein Traumpaar der rauschenden Klänge. Zwischen Tangos von Piazzolla und einer Sonate des „Hamburger Bach“, zwischen dem „Karneval von Venedig“ und dem Opernmeister Mercadante aus Neapel zündeten sie ein Feuerwerk der brillanten, berauschenden Töne. So voll besetzt war der Festsaal der Kaiserburg Trifels bei einer so kleinen Besetzung noch nie.
Dejan Gavric, Flöte | Silke Aichhorn, Harfe
Carl Philipp Emmanuel Bach: Hamburger Sonate G-Dur, Wq 133
Jules Mouquet: La Flûte de Pan, op. 15
Saverio Mercadante: Mozart-Variationen
Astor Piazzolla: L ́Histoire du Tango
Marc Berthomieu: Auszüge aus 5 Nuances
Gabriel Pierné: Impromptu caprice, op. 9
Giulio Briccialdi: Il Carnevale di Venezia, op. 78 u.a.
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16.8. WIENER KLASSIK
Schöneres ist für Streichquartett nie geschrieben worden als die drei Werke, die das französische Elmire-Quartett auf Burg Trifels spielt: Der ganze Witz des späten Haydn trifft im D-Dur-Quartett von 1796 auf ein tiefernstes Adagio. Ungarisch urwüchsig wie Bauernmusik aus den Weiten des Landes klingt das zweite Streichquartett von Bartók, dramatisch zugespitzt wie eine Sinfonie das e-Moll-Quartett von Beethoven. Im wunderschönen Adagio öffnet sich der Himmel. Was der französische Geiger David Petrlik mit seinen Mitspielern Yoan Brakha, Hortense Fourier und Rémi Carlon an Brillanz entfaltet, zählt zum Besten, was die junge Streichquartett-Kultur in Europa zu bieten hat.
Quatuor Elmire
Joseph Haydn: Streichquartett D-Dur, op. 76 Nr. 5
Béla Bartók: Streichquartett Nr. 2, op. 17
Ludwig van Beethoven: „Rasumowsky-Quartett“ Nr. 2 e-Moll, op. 59 Nr. 2
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30.8. BRAHMS & TSCHAIKOWSKY
Der russische Geiger Andrey Baranov versteht sich auf seinen Tschaikowsky: Mit fünf fantastischen Streichervirtuosen der Villa Musica spielt der Essener Violinprofessor das größte Kammermusikwerk des russischen Romantikers. In seine „Erinnerung an Florenz“ hat Tschaikowsky 1890 eine Stunde der leidenschaftlichsten Musik hineingepackt, die je geschrieben wurde. Als österreichischer Kontrapunkt dient das liebliche F-Dur-Quintett von Brahms, komponiert 1882 in Bad Ischl im Salzkammergut.
Andrey Baranov, Violine | Junge Streicher/innen der Villa Musica
Johannes Brahms: Streichquintett F-Dur, op. 88
Pjotr I. Tschaikowsky: Streichsextett d-Moll „Souvenir de Florence“, op. 70