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Große Kulisse für die erste Trifelsserenade dieses Sommers: Gitarrist Claudio Piastra im weißen Anzug zwischen den Geigen Niklas Liepe und Giulia Rimonda links und dem Bratsche-Cello-Paar Céline Eberhardt–Syon Najman (Foto: Robert Pfeifruk).

Trifelsserenaden 2024

Am 22. Juni starteten die sommerlichen Serenaden auf Burg Trifels. Bis 24.8. aind noch vier Serenaden zu erleben, jeweils Samstags um 19 Uhr.

20.7. Musik aus Israel 

Hillel Zori kommt aus einem Land im Krieg, in dem immer noch wundervolle Musik gemacht wird: aus Israel. Der Celloprofessor der Musikuniversität Tel Aviv spielt mit jungen Virtuosen aus Deutschland sein packendes Streichtrio. Nach Hirtenmusik und jüdischen Liedern klingt das wunderschöne Klarinettenquintett von Ben-Haim. Als Flüchtling vor den Nazis wurde er in der Stunde Null des Staates Israel zum Vater der israelischen Musik. Im ersten Mendelssohn-Quintett schwelgen die Streicher in traumhaft schöner Romantik.

Hillel Zori, Violoncello | Junge Virtuosen der Villa Musica
Paul Ben-Haim: Klarinettenquintett
Hillel Zori: Streichtrio
Felix Mendelssohn: Streichquintett A-Dur, op. 18


3.8. Sommermusik für Bläser

Samuel Barber hat nicht nur sein berühmtes Adagio für Streicher geschrieben, sondern auch eine hinreißend schöne „Sommermusik“ für Bläser. Das Quinton Ensemble spielt dieses flirrende Quintett für Flöte, Oboe, Klarinette, Horn und Fagott. Klassiker des Genres Bläserquintett ergänzen den sommerlichen Reigen: das bekannte g-Moll-Quintett des Schwetzingers Franz Danzi, ein neues Werk des Türken Fazil Say, die Humoreske von Zemlinsky und Ravels Trauermusik für Couperin. Das Quinton Ensemble wurde beim Deutschen Musikwettbewerb ausgezeichnet und von Villa Musica gefördert.

Quinton Ensemble
Franz Danzi: Bläserquintett g-Moll, op. 56 Nr. 2
Fazil Say: Bläserquintett, op. 35
Alexander von Zemlinsky: Humoreske
Samuel Barber: Summer Music
Maurice Ravel: Le Tombeau de Couperin

 

17.8. Mendelssohn und Beethoven

Zwei der größten Streichquartette aus Klassik und Romantik mit dem Turicum Quartett aus Zürich: Als der junge Mendelssohn 1827 sein a-Moll-Quartett komponierte, hatte er Beethovens späte Streichquartette im Ohr. Die unerhörten Klänge des Opus 131 verwandelte er in romantische Gefühlswallungen. In die Mitte des Programms stellen die Musiker ein Scherzo von mediterraner Leichtigkeit: die Italienische Serenade von Hugo Wolf.

Turicum Quartett (Zürich)
Felix Mendelssohn: Streichquartett a-Moll, op. 13
Hugo Wolf: Italienische Serenade
Ludwig van Beethoven: Streichquartett cis-Moll, op. 131

 

24.8. Beethoven pur

Mit einem grandiosen Beethoven-Programm verabschiedet sich Alexander Hülshoff vom Villa Musica-Publikum. Der Celloprofessor aus Köln, aufgewachsen in Bad Bergzabern, wendet sich nach 13 Jahren Villa Musica neuen künstlerischen Aufgaben zu. Sein Abschiedsgeschenk in Annweiler ist reiner Beethoven: das liebliche D-Dur-Quartett des jungen Meisters, das sinfonische C-Dur-Quintett des reifen Beethoven und die gewaltige „Große Fuge“ aus den späten Jahren. Sayaka Shoji ist die fantastische erste Geige des Abends, junge Streicherinnen der Villa Musica spielen die Mittelstimmen.

Sayaka Shoji, Violine | Alexander Hülshoff, Violoncello | Junge Streicherinnen
Ludwig van Beethoven: Streichquartett D-Dur, op. 18 Nr. 3
Große Fuge, op. 133; Streichquintett C-Dur, op. 29