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Das Kulturhaus Oberwesel, ein perfekter Spielort für Romantik von Brahms und Smetana am 27. Februar.

Romantik-Winter

Romantik-Winter bei der Villa Musica: Schubert und Schumann, Brahms und Smetana, Wagner und Liszt bestimmen den Spielplan bis zum Frühlingsanfang.

6.-8.2. Ravel und Schumann

Diese Stücke zählen zum Schönsten, was die Kammermusik hervorgebracht hat: das Streichquartett von Maurice Ravel und das Klavierquintett von Robert Schumann. Der Londoner Geigenvirtuose Roman Simovic spielt sie zusammen mit seiner Frau Milena Simovic an der Bratsche und drei Stipendiatinnen und Stipendiaten der Villa Musica. Die englische Streicher-Zeitschrift The Strad rühmte Roman Simovic für sein überlegenes Spiel: „Simovic vereint Kraft und Lyrik – magisch in den ruhigeren Passagen, meisterlich in den abrupten Stimmungswechseln. Sein Ton ist mal sanft und samtig, mal kraftvoll auftrumpfend – eine großartige Darbietung.“ Ideale Voraussetzungen für das schwärmerisch rauschende Schumann-Quintett mit seinem tragischen Trauermarsch in der Mitte, aber auch für den Farben-Impressionismus im F-Dur-Quartett des jungen Ravel. In der „rumänischen Sonate“ von Georges Enescu erzählt der Konzertmeister des London Symphony Orchestra und Professor am Royal College of Music Geschichten aus den Tiefen des Balkans. Sein Partner am Klavier ist der junge Italiener Giorgio Lazzari. Die Geigerin Anna Csaba und die Cellistin Oliwia Meiser komplettieren das Dozentenpaar zum Streichquartett.

Freitag 6.2., 19 Uhr – Neuwied-Engers, Schloss Engers
Samstag, 7.2., 19 Uhr – Stadecken-Elsheim, Burgscheune
Sonntag, 8.2., 11 Uhr – Bad Neuenahr-Ahrweiler, Villa Sibilla

Roman Simovic, Violine | Milena Simovic, Viola
Giorgio Lazzari, Klavier | Anna Csaba, Violine | Oliwia Meister, Violoncello

George Enescu: Violinsonate Nr. 3 a-Moll („Im rumänischen Stil“)
Maurice Ravel: Streichquartett F-Dur
Robert Schumann: Klavierquintett Es-Dur, op. 44

20.-22.2. Brahms und Strauss

In der Urfassung für Septett passen die „Metamorphosen“ von Richard Strauss vorzüglich zum zweiten Streichsextett von Brahms: zwei sinfonische Meisterwerke im Kammerkonzert. Mihaela Martin und Frans Helmerson verwandeln die Trauertöne, die der alte Strauss dem Zweiten Weltkrieg nachsandte, in ein Fest der satt singenden Streichersaiten und lassen im Brahms-Sextett die ganze Nostalgie der Spätromantik aufblühen. Ein packendes Duo des Polen Krzysztof Penderecki sorgt für einen modernen Kontrapunkt. Im Stipendiaten-Ensemble gibt es ein Wiedersehen mit der Geigerin Giulia Rimonda aus Turin, die den „Frühling“ aus Vivaldis „Vier Jahreszeiten“ so hinreißend gespielt hat. An den Bratschen agieren Hiroki Kasai und Ayaka Taniguchi aus Japan, an Cello und Kontrabass Milo Ferrazzini aus dem Tessin und Dmytro Rudyk aus der Ukraine.

Freitag, 20.2., 20 Uhr – Hüttenhaus Herdorf
Samstag, 21.2., 19 Uhr – Landesmuseum Mainz
Sonntag, 22.2., 18 Uhr – Arp Museum Bahnhof Rolandseck
Johannes Brahms: Streichsextett Nr. 2 G-Dur, op. 36
Krzysztof Penderecki: Duo für Violine und Kontrabass
Richard Strauss: Metamorphosen (Urfassung für Septett)

27.2.-1.3. Brahms und Smetana

In seinem Trio für Horn, Violine und Klavier feierte der junge Brahms die Waldklänge der Romantik – und nahm im tief bewegenden Adagio Abschied von seiner verstorbenen Mutter. Der Tscheche Smetana lebte im schwedischen Göteborg, als er sein erschütterndes Klaviertrio schrieb – als Requiem für seine heißgeliebte Tochter. Bei so viel tiefem Gefühl ist ein Gegengewicht nötig: Nach der Pause spielen der brillante Hornist Přemysl Vojta aus Brno und der Leipziger Klavierprofessor Boris Kusnezow mit Stipendiat(inn)en das grandiose, vor guter Laune überschäumende Sextett des großen Ungarn Ernö von Dohnányi, Großvater des jüngst verstorbenen Dirigenten Christoph und des Hamburger Politikers Klaus von Dohnányi.

Freitag, 27.2., 19 Uhr – Kulturhaus Oberwesel
Samstag, 28.2., 19:30 Uhr – Augustinum Bad Neuenahr-Ahrweiler
Sonntag, 1.3., 17 Uhr – Haus der Begegnung Meisenheim
Johannes Brahms: Horntrio Es-Dur, op. 40
Bedrich Smetana: Klaviertrio g-Moll, op. 15
Ernö von Dohnányi: Sextett C-Dur, op. 37

 

6.-8.3. Gitarrissimo mit Petrit Çeku
Gitarrenspiel mit dem Feuer des Balkans und der Eleganz Österreichs: Petrit Çeku aus Zagreb lehrt als Professor in Graz und begeistert durch seine atemberaubende Brillanz ebenso wie durch seine ansteckend gute Laune. In seinem neuen Villa Musica-Programm spannt er einen mediterranen Bogen von Spanien über Italien bis nach Griechenland, von Paganini bis zu Folklore-Tänzen. Die israelische Geigerin Lir Vaginsky, die chinesische Bratschistin Cao Yunqing und der deutsch-französische Cellist Maxime Grizard sind seine Partner.

Freitag, 6.3., 19 Uhr – Villa Wieser Herxheim
Samstag, 7.3., 19 Uhr – Konzertkirche Altenkirchen
Sonntag, 8.3., 17 Uhr – Horst-Eckel-Haus Kusel
Werke für Gitarre und Streicher:
Niccolò Paganini: Quartetto Nr. 10 A-Dur
Ferdinando Carulli: Andante varié et Rondeau, op. 155
Joseph Haydn: Quartett D-Dur
Boris Papandopulo: Quartett
Enrique Granados: Spanische Tänze Nr. 2 und 11

14.3. SWR Gitarrenabend in Edenkoben
Meisterschüler von Hubert Käppel, Preisträger bei zahllosen Wettbewerben von Sevilla bis Koblenz: Der Russe Igor Klokov ist ein Phänomen unter den jungen Gitarristen. SWR Kultur hat ihn zu einem Soloabend in die Villa Ludwigshöhe eingeladen – ein Programm zwischen Bach und Brasilien, Russland und Italien mit etlichen Raritäten des Repertoires. Ein Frühlingstraum auf sechs Gitarrensaiten.

Samstag, 14.3., 19 Uhr – Edenkoben, Villa Ludwigshöhe
Johann Sebastian Bach: Toccata, BWV 914
Lautensuite E-Dur, BWV 1006a
„Ich ruf zu Dir, Herr Jesu Christ“, BWV 639
Mario Castelnuovo-¬Tedesco: Passacaglia, op. 180
Alexander Skrjabin: Prelude Nr. 2, op. 11
Ronaldo Miranda: Appassionata
Guido Santórsola: Sonata Nr. 4 Italiana

15.3. Romantiker mit Silke Avenhaus
Die Münchner Klavierprofessorin Silke Avenhaus zählt zu den besten Kammermusikerinnen der Welt. Zusammen mit drei jungen Streichern aus Deutschland, Japan und Bulgarien führt sie vier der größten Romantiker in einem Programm zusammen: Liszt und Wagner, Mahler und Brahms. Mit ihr spielen der Geiger Michael Nodel, die Bratschistin Ayaka Taniguchi und der Cellist Syon Najman. „Tristan und Isolde“ trifft auf das sinfonische A-Dur-Klavierquartett von Brahms, eine „vergessene Romanze“ von Liszt auf Kammermusik des jungen Mahler.

Freitag, 13.3., 19 Uhr – Villa Musica Mainz
Samstag, 14.3., 19 Uhr – Kurhaus Bad Ems (Marmorsaal)
Sonntag, 15.3., 17 Uhr – Congress Center Ramstein-Miesenbach
Gustav Mahler: Zwei Sätze für Klavier und Streicher
Franz Liszt: Romance oubliée für Viola und Klavier
Richard Wagner: Vorspiel und Liebestod aus Tristan und Isolde (Fassung von Say)
Johannes Brahms: Quartett Nr. 2 A-Dur für Klavier und Streichtrio, op. 26