Annabel Hauk

Annabel Hauk

Annabel Hauk, Violoncello, geb. 1999 in Frankfurt (Main), begann im Alter von 5 Jahren mit dem Cellospiel. Von 2012-17 war sie Schülerin von Prof. Istvan Vardai in der Förderklasse des Feuerwehrkonservatoriums der Kron-Academy und hat anschließend ihr Bachelorstudium am New England Conservatory (NEC) in Boston in der Klasse von Prof. Laurence Lesser absolviert.

In ihrer Zeit in den USA gewann Annabel eine Silbermedaille bei der 4. International Music Competition. Auch mit ihrem Tempest String Quartet gewann sie Wettbewerbe wie die Honors Competition am NEC und den ersten Preis bei dem internationalen Enkor Wettbewerb. Bereits im Alter von sieben Jahren gewann Annabel zahlreiche erste Preise und Sonderpreise, beim Mendelssohn-Wettbewerb und Jugend musiziert, worauf der erste Bundespreis 2013 folgte. Infolge dessen wurde sie Stipendiatin der Jürgen-Ponto-Stiftung und der Deutschen Stiftung Musikleben. Bei dem Deutschen Musikinstrumentenfond Wettbewerb 2015 erspielte sie sich das Auftragscello des Jahres.
2018 wurde Annabel zum Perlman Music Program auf Shelter Island/New York eingeladen, wo sie u.a. von Donald Weilerstein, Roger Tapping und Merry Peckham unterrichtet wurde und mit Itzhak Perlman musizierte. 2019 nahm sie am Beethoven Seminar des Borromero String Quartet am NEC teil. Auch in den Jahren zuvor war Annabel Teilnehmerin verschiedener Festivals und Meisterkurse, wie zum Beispiel dem Pyeong Chang Music Festival 2017 in Südkorea bei Hans Jensen und Lluis Claret, dem Kronberg Academy Festival (2013-16), wo sie von Lynn Harrell, Gary Hoffman, Wolfgang Emanuel Schmidt und Julius Berger unterrichtet wurde, sowie von Jens Peter Maintz in der Celloakademie Rutesheim 2016.
Annabel durfte u.a. bereits in der Neuen Galerie in New York sowie in der Jordan Hall in Boston konzertieren. Neben ihrer Solistischen Ausbildung nahm Annabel auch an Kammermusikfestivals teil, wie Musica Mundi (2010-12) in Belgien unter der Leitung von Maxim Vengerov und Mit Musik Miteinander 2012 in der Kronberg Academy mit Vilde Frang und Yura Lee. Weitere Impulse erhielt Annabel von Musikern wie Bernard Greenhouse, Jerome Pernoo, Reinhard Latzko, Wolfgang Böttcher, Torleif Thedeen, Joshua Epstein, Vladimir Perlin, Gavriel Lipkind und Christopher Park. Sie gab Recitals bei Festivals wie dem Rheingau-Musikfestival, dem Schlesweig Holstein Musikfestival, den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, dem Sandsteinfestival und der Rising Stars Serie des Pyeong Chang Music Festivals in Südkorea. Außerdem spielt sie im Beethovenhaus Bonn, im Konservatorium Izmir, beim Kampener Musiksommer, der Saltarello Konzertreihe des Radio Bremen, dem Marler Debüt und dem Theater Gießen. Als Solistin konzertierte sie u.a. mit den Heidelberger Symphonikern im Rahmen der Mozartwoche Schwetzingen, beim Solistenkonzert der Philharmonie Baden Baden und mit dem Philharmonischen Orchester Trier.
Annabel ist Stipendiatin des Presidential Distinction Award (NEC Boston), des Gerd Bucerius Stipendiums der Deutschen Stiftung Musikleben (2017-19), der Willy Robert Pitzer Stiftung sowie der Erasmus Gesellschaft. Ab der Saison 2022/23 ist sie außerdem Stipendiatin der Landesstiftung Villa Musica Rheinland-Pfalz.

Seit Februar 2020 spielt Annabel auf einem Cello aus dem Deutschen Musikinstrumentenfonds mit Zettel "Gia.Bapt. Grancino ... Milano 169?", welches ihr von der Deutschen Stiftung Musikleben zur Verfügung gestellt wird.

Foto: Annabel Hauk © Andreas Malkums