Jasper Sitte

Jasper Sitte

Jasper Sitte, geboren 2001, begann im Alter von drei Jahren, Violine zu spielen, und wurde 2007 in die Begabtenförderung an der Folkwang-Musikschule Essen als Schüler von Tatjana Babuschkina aufgenommen. Mit elf Jahren wurde er Jungstudent bei Helge Slaattoan an der Musikhochschule Münster. 2018 wechselte er zur Viola und setzte sein Jungstudium an der Folkwang Universität der Künste Essen bei Emile Cantor fort, bei dem er zum WS 2020/21 sein Bachelorstudium aufnahm. 2023 ging er an die Musikhochschule Lübeck, um sein Studium zunächst bei Pauline Sachse und dann bei Lena Eckels fortzusetzen, bei der er seit 2025 ein Masterstudium absolviert. Parallel zu seinem Studium besuchte er Meisterkurse u.a. bei Christian Tetzlaff, Hansheinz Schneeberger, Atar Arad, Frank Peter Zimmermann, Tabea Zimmermann, Tatjana Masurenko, Thomas Riebl, Hariolf Schlichtig, Veit Hertenstein, Nobuko Imai sowie Lars Anders Tomter. Er nahm an Workshops der Musiktage Montabaur, Musikfabrik Köln, Jeunesses Musicales und Kronberg Academy teil. 

Jasper Sitte war mehrfach erster Preisträger beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“. Der Deutsche Tonkünstlerverband zeichnete ihn 2014 und 2015 mit Förderpreisen aus, 2018 erhielt er den Preis der Manfred-Vetter-Stiftung für Kunst und Kultur, 2019 den Fritz Volbach-Preis, 2022 den Nachwuchspreis der Chursächsischen Philharmonie. Beim Internationalen Viola-Wettbewerb Oskar Nedbal Prag 2024 wurde er mit dem Preis für die beste Interpretation des Pflichtstückes von Oskar Nedbal ausgezeichnet, beim Possehl-Musikpreis 2024 in Lübeck errang er einen dritten Preis. Er ist Stipendiat der Hartwig-Zumwinkel-Stiftung, der Internationalen Musikakademie in Liechtenstein, der Organisation Yehudi Menuhin Live Music Now, der Saline Royale Academy sowie der Landesstiftung Villa Musica Rheinland-Pfalz.

Solo-Auftritte hatte Jasper Sitte unter anderem beim Kunstsommer Arnsberg, beim Festival Ensemblia, in Kalabrien, in St. Petersburg sowie beim Klavier-Festival Ruhr. Sein Orchesterdebüt gab er 2011 in der Philharmonie Essen mit einem Violinkonzert von Antonio Vivaldi. 2017 wurde er ins Bundesjugendorchester aufgenommen, mit dem er u.a. unter Sir Simon Rattle bei den Osterfestspielen Baden-Baden sowie unter Kirill Petrenko in den Philharmonien Luxemburg, Essen, Hamburg und Berlin und unter Alexander Shelley in Kanada und Südafrika spielte. 2022 spielte er als Solist Friedrich Bendas Viola-Konzert Nr. 3 mit der Chursächsischen Philharmonie. In der Spielzeit 2023/24 war er Mitglied der Orchesterakademie des Philharmonischen Orchestersder HansestadtLübeck, in dem er zuvor bereits als Orchesteraushilfe gespielt hatte. 2024 wurde er in die Junge Deutsche Philharmonie aufgenommen, mit der er unter Jonathan Nott in den Philharmonien Berlin, Dresden, Hamburg und Köln konzertierte. Im Juni 2026 spielte er als Solist Béla Bartóks Violakonzert mit dem Harvestehuder Sinfonieorchester in der Hamburger Laeiszhalle.

Seit Januar 2026 ist Jasper Sitte stellvertretender Solobratschist im Staatsorchester Darmstadt. Seit Mai 2026 spielt er zudem als Orchesteraushilfe bei den Münchner Philharmonikern. Neben seiner Orchestertätigkeit widmet er sich intensiv der Kammermusik, u.a. im Duo „The Twiolas“, das im März 2026 vom Initiativkreis Mönchengladbach mit dem Musikpreis „Rising Stars 2026“ ausgezeichnet wurde, sowie im „Trio Tenerezza“.

Foto: Jasper Sitte © Hans-Jürgen Humbert