Julian Kainrath
Julian Kainrath, Violine, geboren 2005 in Meran, ist Gewinner des Internationalen Ysaÿe-Wettbewerbs und Träger des ICMA Discovery Award 2022. Bereits im Alter von zwölf Jahren wurde er in die Klasse von Boris Kuschnir an der Musikuniversität Graz aufgenommen und ging danach zu Dora Schwarzberg an die Musikuniversität Wien. Derzeit studiert er bei Marc Bouchkov am Conservatoire Royal de Liège in Belgien. Im Alter von 14 Jahren wurde er als Teilnehmer des Resident Student-Programms zum Verbier Festival eingeladen, wo er mit Pamela Frank, Donald Weilerstein und Kristóf Baráti arbeitete. Später absolvierte er eine Ausbildung bei Ilya Gringolts an der Accademia Chigiana in Siena.
Er war Stipendiat der Musikakademie Liechtenstein und ist seit der Saison 2026/27 Stipendiat der Villa Musica Rheinland-Pfalz. Seit seinem Debüt im Alter von 16 Jahren an der Seite von Adam Fischer und dem Philharmonischen Orchester Luxemburg trat er in renommierten Konzertsälen und bei Festivals auf: Konzerthaus Wien, Angelika-Kauffmann- und Ehrbar-Saal, Österreichisches Kulturforum (Washington), Mahlerwochen Toblach, Menuhin Festival Gstaad, Engadin Festival St. Moritz, Bolzano Festival, Bergerac Festival (Frankreich), Stiftskonzerte Klassik (Österreich), Pietrasanta in Concerto, Settimane Musicali di Merano, Società dei Concerti di Milano, Amici della Musica Padova, Società del Quartetto Bergamo, Teatro Ristori Verona, Jeunes Talents Cannes sowie in Städten wie Bern, Marseille, München und Liechtenstein. Er gab Rezitale und spielte Solokonzerte mit Orchestern in Italien, Deutschland, Frankreich, Österreich, der Schweiz und den USA. Zu den Höhepunkten zählten sein Venedig-Debüt im Teatro La Fenice, die Aufführung von Bachs Solosonaten und Partiten beim Ristori Baroque Festival in Verona, ein Auftritt mit Daniel Hope und dem Zürcher Kammerorchester im Kursaal Meran, ein Konzert im Prager Smetana-Saal mit der Nordböhmischen Philharmonie, sein Debüt beim Miami Piano Festival sowie eine Rezital-Tournee durch Italien, Österreich, Deutschland und Spanien. Weitere Debüts führten ihn u.a. zum Orchestra Sinfonica di Bari, zur Streicherakademie Bozen und zum Nationalorchester der Ukraine. Zu seinen Kammermusikpartnern zählen Martha Argerich, Till Fellner, Ilya Gringolts, Louis Lortie und Roberto Prosseda. Zu den Sommerfestivals, bei denen er bereits gastierte, zählen das u.v.m. Er spielt zwei Meistergeigen: eine Michelangelo Bergonzi von 1744/45 als Leihgabe von Florian Leonhard Fine Instruments sowie eine Jean-Baptiste Vuillaume von 1828 aus Privatbesitz.
Foto: Julian Kainrath © Giuseppe Riserbato